Titel:
Einleitung in die Pathologie
Personen:
Hedwig, Johann WikipediaLudwig, Christian Gottlieb Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN677751826/14/
§. 2.
Denn, wenn wir den Körper physiologisch
betrachten: so ist der Begrif der Gesundheit
durchgängig einerley. Sie bestehet nehmlich in
der Uebereinstimmung aller Verrichtungen, wel«
che der menschliche Körper leisten kan. Metb.
doftr. med. §. 136- Die Gesundheit ist zwar,
nach dem Alter, Pbyfiol. §. 594. u. f. den Tem.
peramenten, §, 624. u. f. auch andern Arten
des Unterschieds der Menschen §. 625 einiger»
maassen verschieden; doch ist die Abweichung
nicht wesentlich. In dem Krankheitszustande
hingegen zeigen sich so grosse Verschiedenheiten
unter den Menschen, die sich in der ganzen
thierischen Einrichtung, und in den besondern
Verrichtungen des Körpers aussern, daß daher
fast so viele Kränkelten entstehen, als es Men»
schen gibt.
§» 3»
In dem kranken Körper findet zwar noch
ein Theil der Verrichtungen des gesunden, in
grösserer oder geringerer Vollkommenheit, statt;
welches selbst die Kraft des Lebens beweiset.
Jedoch muß man dabey auch auf die Kraft
der Krankheit, oder auf die Ursachen, welche
eine Verlezung der Verrichtungen bewirken, und
auf die verlezren Verrichtungen selbst sehen.
Daher behalte ich beym Vortrage der Sympto«
maro»

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