Titel:
Die Physiologie als Erfahrungswissenschaft ; Erster Band
Personen:
Burdach, Karl Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN679566244/368/
Geburtslisten von Paris, welche Fried land er mittheilte, die Mo
nate in Hinsicht auf die Zahl der Geburtsfalle so aufeinander:
März (55,000), Januar (53,000), Februar und April (51,000),
Mai, August und October (49,000), September (48,000), Juli
und November (46,000), Juni (45,000), December (44,000).
Besonders scheint die größere Fruchtbarkeit im Frühlinge und Som
mer auf der höheren Empfänglichkeit des Weibes zu beruhen, da
dieses das Sensiblere, und in dieser Zeit auch für die Liebe am
empfänglichsten ist (Nr. 105. I. S. 216.), wie denn eine Dame
der großen Welt das Bekenntniß ablegte, daß sie, wenn nur der Mai
vorüber sey, die übrige Zeit des Jahres vor einem Fehltritte weniger
auf ihrer Hut zu seyn nöthig habe. Auch wollen einige Aerzte be
merkt haben, daß die gesündesten Kinder in den drei ersten Monaten
des Jahres geboren werden. — b) Manche ungleichartige Zeugung
scheint im Sommer besonders vor sich zu gehen, wie denn z. B. der
Schimmel jetzt leichter und schneller wachst, als im Anfange des
Frühlings und im Winter. Die Zahl der blühenden Pflanzen er
reicht im Sommer ihre größte Höhe: namentlich blühen jetzt die
meisten einjährigen Gewächse. In dieser Zeit begatten sich, wie es
scheint, die meisten Anneliden, z. B. die Regenwürmer im Juli;
ferner viele Fische, z. B. im Juni Cyprinus tinea, vimba, pho-
xinus, Scomber scomber, Trachinus draco, Gadus iuolva etc.;
einige Amphibien, z. B. die Feuerkröte. Bei wenigen Vögeln, z. B.
Sylvia arundinacea und locustella ist die Begattungszeit so .weit
hinausgerückt. Die Brunst tritt ungefähr im Juni ein bei Rind
und braunem Bäre, im Juli bei der Pelzrobbe, im Auguste bei dem
rothen Bäre und dem Delphine, c) Der Essigaal ist -besonders ein
herbstliches Infusorium, wie er denn auch weniger Wärme und
Sonnenlicht verträgt als die im Frühlinge erzeugten Infusorien.
So sind auch die Pilze und Schwämme vorzüglich Erzeugnisse des
Herbstes, wahrend die Zahl der blühenden Phanerogamen abnimmt,
und endlich bis auf einzelne Spätlinge z. B. die Zeitlose erlöscht.
Im Anfange des Herbstes pflanzen sich dagegen die meisten Jnsecten
fort, namentlich die, welche den Sommer über noch in der Meta
morphose begriffen waren;, ferner einige Fische z. B. Salmo lacu-
stris, fario und lavaretus im September, Salmo muraena und

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