Titel:
Handbuch der speziellen Pathologie und Therapie für Thierärzte und Landwirte
Personen:
Dieterichs, Joachim Friedrich Christian Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN685363546/568/
Auch ist nicht außer Acht zu lassen, daß ein jeder katarrha
lische Zustand der Schleimhäute der Luftröhre zu einem kronischen
Uebel sich umgestalten und also Ursache zur Wurmbildung wer
den kann.
Behandlung.
§. 561. Die Verhütung dieser Krankheit ist in der Ver
hütung der gedachten Ursachen hinlänglich ausgesprochen, nur
ist zu berrcksichtigen, daß man tragenden Mutterschafen überdies
auch eine gesunde und gute Pffege und Nahrung, während der
ganzen Zeit ihrer Trächtigkeit, zu Theil werden lassen müsse,
wenn man eine gesunde und kräftige Nachkommenschaft erzie
len will.
Bei vorkommender Krankheit, wenn die Saugelämmer von
diesem Uebel befallen sind, muß man den Mutterschafen gesunde,
gute Nahrung (Hafer, Haferschroot) geben, ihnen Lecken von
Salz, Wermuthkraut, Kalmuswurzel u. dgl. machen, oder diese
Ingredienzien, mit Mehl und Wasser zur Latwerge gemacht,
ihnen eingeben, was indessen sehr mühsam ist.
Den abgesetzten Lämmern muß man in diesem Fall eben
falls gute Nahrung, Schroot, geschnittene Mohrrüben, gutes
Kleeheu, desgleichen Mehl- und Schrottränke geben. Auch ihnen
gebe man von obigen bitteren Mitteln zum Lecken, so viel sie mögen.
§. 462. Haben die Sektionen das Dasein der Stiongylus
im Nahrungskanal ergeben, so wende man das Chabert'sche-
oder das Hirschhornöl, zu einer Drachme, mit einigen Unzen
Wasser geschüttelt, ein Mal bei jedem Lamme an, und wieder
hole diese Gabe am zweiten Tage, aber mit dem Zusatze einer
starken Abkochung des Wermuthkrautes, setze aber dabei obige
Lecke und die gute Nahrung zu geben fort.
Sollte der Dampf von Hornspähnen diese auf Kohlen oder
auf glühendes Eisen gestreuet, wenn er von solchen Lämmern
eingeathmet würde, nicht zur Vertreibung der Sh-ogylus beitra
gen? — Bojanuswill dies Mittel in derselben Krankheit
der Rinder bewährt gefunden hahen.

*) Anleitung zur Kenntniß und Behandlung der wichtigsten Seuchen
unter den Hausthieren. 2. Auflage. Leipzig 1820.
**) ©teiltet empfiehlt (in der Oesterr. med. Wochenschrift No. 30.1848)
auf ivo Schafe folgendes Mittel und Verfahren anzuwenden. Für die sehr
kranken:

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