Titel:
Handbuch der speziellen Pathologie und Therapie für Thierärzte und Landwirte
Personen:
Dieterichs, Joachim Friedrich Christian Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN685363546/570/
Sechster Abschnitt.
Von den Krankheiten der Haut, ihrer Funktion und
von den Schmarotzerthieren.
H. 465. Die Verrichtungen der Haut sind mancherlei Ver
änderungen unterworfen, wodurch entweder die Hautthätigkeit
vermehrt wird, sie dünstet mehr aus, es entsteht Schweiß, oder
im Gegensatze ist sie zu einer vermehrten Resorption geneigt;
oder sie wird vermindert, die Haut erschlafft, es erfolgen eben
falls, aber krankhafte Absonderungen, oder die Absonderung hört
ganz auf und die Haut wird svröde, hart, trocken, unempfindlich
und ist wenig, oder gar nicht resorptionsfähig.
E r st e s Kapitel.
Von der krankhaften Hautfunktion.
§. 466. Die Haut ist zu einer immerwährenden Aus
dünstung mittels der Schweißdrüsen bestimmt, welche sich theils
durch Feuchtigkeit der Haut und dem Zustande des Thieres nach,
von verschiedenem chemischen Gehalte und Gerüche sein kann,
wie sich dieß bei verschiedenen Thicrgattungen, aber am deut
lichsten in der Brunstzeit und in manchen Krankheiten der Haut
(Pocken und anderen Hautausschlägen) zu erkennen gibt.
Die Hautausdünstung wird durch plötzliche und anhaltende
Einwirkung einer kalten Temperatur, eines kalten Luftstrvms,
kaltem Regen und Schnee, auf erhitzte Körper unterdrückt und
gibt zu mancherlei Krankheiten der Haut selbst und per censen-
sus auch anderer Organe Anlaß, wie wir dies bereits kennen.
Auch das begonnene Hären hört nach starken Erkältungen
auf und es hält öfters schwer, dieses wieder gehörig zu bewir
ken. Die Haut mancher Thiere wird durch anhaltenden Regen
erweicht, aufgelöset.
Die Ausdünstung der Haut kann aber auch vermehrt werden,
theils durch mechanische Anstrengungen, theils durch Angst und
Schmerzen des Thieres, in letzteren Fällen immer symptomatisch,
weshalb auch auf die betreffende Krankheit Rücksicht zu nehmen ist.
So wie die gewöhnliche Ausdünstung durch die Schweiß
drüsen geschieht, findet sie auch durch die Talg- oder Fettdrüsen
der Haut mancher Stellen des Körpers statt, wie im Innern
der Gehöre, aus den Drüsen der Augenlider, aus den Drüsen
des Schlauches u. dgl. m.

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