Titel:
Die Krankheiten des Pferdes und ihre homöopathische Heilung
Personen:
Günther, Friedrich August Wikipedia
PURL:
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Neben- und zufälligen Effecten der Atzneisubstanzen größtentheils noch
ab; aber eben, weil dieß der Fall ist, müssen wir uns auch außer
Stande fühlen, in jedem Krankheitsfälle nur die rechten, gewünsch
ten Heilwirkungen dieser oder jener Drogue in'Thätigkeit zu setzen,
einem Zuwenig, so wie einem Zuviel von den Kräften des gewähl
ten Mittels vorzubeugen, und unnützen Nach- oder Nebenerzeugnissen
derselben auszuweichen. Daß aber eine solche Ohnmacht unserm
praktischen Handeln den Stempel des Unvollkommenen in
einem hohen Grade aufdrücken müsse, sieht jeder Kenner
von selbst ein."
3Lrg. ')
8) „Der schlechte Erfolg in der Heilung der Krankheiten
rührt allemal entweder von einer unrichtigen Kenntniß der Krank
heit, oder einer Unwissenheit der anzuwendenden Mittel her. Wir
haben die Krankheiten nicht nur vermehrt, sondern sie
sogar tödtlicher gemacht."
Rusch. ")
9) „Der Unfug, den mit unerhörter Frechheit das servum
pecus der gemeinen Aerzte (seine Zahl ist Legion!) mit Mitteln,
deren Wirkungen cs nicht einmal ahnet, gegen Krankheiten, deren
Form es selten, und deren Natur cs nie weiß, treibt —dieser Unfug
wahrlich ist fürchterlich, wie nichts Anderes. Es gehen in Wahr
heit weit mehr Menschen durch ärztliche Eingriffe zu
Grunde, als Menschen durch ärztliche Eingriffe geret
tet werden."
Schultz. "')
10) „Da jede äußere Potenz Arzneimittel und Gift werden
kann, und da selbst die Wirkung jedes Arzneimittels als ein oscilla-
torischer Lebensproceß, welchen man auch Krankheitsproceß nennen
kann, angesehen werden muß, so können auch die Arzneimittel, wenn
sie falsch und zur unrechten Zeit angewandt werden, ursächliche Mo-

*) In der Borrede zu dessen »Materialien zu einer künftigen Heilmittel
lehre.« S. 56.
") Sammlung auserlesener Abhandlungen, 4. Bd. 2. St. S. 297.
***) Heidelb. klin. Annalen, 5. Bd. 3. Heft.

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