Titel:
Die Krankheiten des Pferdes und ihre homöopathische Heilung
Personen:
Günther, Friedrich August Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN717178986/50/
sein, alS das Werk betrogener Betrüger; aber wo kann von
einem Betrüge nur irgend die Rede sein, wenn der Homöopath ein
nach seinen Erstwirkungen an Gesunden geprüftes Heilmittel anwen
det, und damit genau die beabsichtigten Wirkungen hervorbringt? —
Andere nennen die neue Heillehre eine Art von Charlatanerie
oder Windbeutelei; aber ist nicht imnter der Zweck der Charla-
nerie der: durch Täuschung Geld zu gewinnen, und Alles zu thun,
um das Geheimniß,' auf welchem die Geld einbringende Täuschung
beruht, in ein undurchdringliches Dunkel zu hüllen? Was hat die
Homöopathie von diesem Allen gethan? Hat sie nicht in einer lan
gen Reihe von Schriften alle ihre Grundsätze unverhohlen der Welt
vor Augen gelegt, und durch Offenbarung der von ihr entdeckten Ge
heimnisse die Vortheile, welche sie in dieser Hinsicht aus denselben hätte
ziehen können, sreiwillig und für immer aus den Händen gegeben?
— „Die Homöopathie widerspricht den Forderungen der
gesunden Vernunft!" sagt ein Anderer; aber sehen wir uns
nicht überall von Wirkungen umgeben, deren Ursachen wir nicht ken
nen, und wagt cs darum irgend Jemand, jene Wirkungen, die ihm
klar vor Augen liegen, zu leugnen? — „Die glänzenden Wir
kungen der Homöopathie werden nicht durch die Arzneien,
sondern durch die bei dem Patienten Statt findende
gesteigerte Erwartung eines außerordentlichen Erfol
ges hervorgebracht!" behaupten Andere; aber finden diese Er
wartungen auch bei kleinen Kindern und bei Thieren Statt?
die doch durch die Homöopathie so gut geheilt weiden, als erwach
sene Personen. — „Die homöopathischen Arzneien sind
Gifte!" schreit ein Anderer; aber wendet nicht die Allöopathie die
selben Gifte in Millionenmal größeren Gaben an, oder ist es
der Homöopathie schon ein einziges Mal begegnet, daß sie durch sehr
heftig wirkende Mittel und willkürlich vergrößerte Arzneigaben den
Kranken an den Rand des Grabes, oder gar in dasselbe hinab ge
bracht hat? wie es nach den Zeugnissen der oben angeführten allöo-
pathischen Aerzte (S. 36 bis 40) bei der Allöopathie so häufig der
Fall ist. Einer derselben, Krüger-Hansen, stellt ganz besonders
in der Schrift: „die Homöopathie und Allöopathie auf der Waage"
ein abschreckendes Gemälde -der ftirchtbaren Verwüstungen auf, welche
von je her die Allöopathie unter dem Menschengeschlechte angerichtet
hat. Und bedenken die Gegner denn nicht, daß sie sich einer argen
Inkonsequenz schuldig machen, wenn sie auf der einen Seite behaup-

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66