Titel:
Sammlung von Abhandlungen für Thierärzte und Oekonomen ; Viertes Bändchen
Personen:
Viborg, Erik Nissen Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN72375263X/24/
Der grausame und stolze Nero gab seinem Einzüge
in Neapel durch Gespanne von dieser blendenden Far
be , ein seyerliches Ansehen.
Die morgenländischen Kaiser bemühten flch eben
so sehr um die Pferdezucht, als die westlichen. Kon
stantin der Große lk-ß kn seinem Konstantknopel eine
große Wettrennerbahne (Hippodrome) erbauen, die
dem Circus der Römer glich. — Er legte Stuttercyen
an, und sein Genera! HerwogeneS machte sich durch die
seltene Pserderace berühmt, die er wahrend seiner Ober-
aufficht über die Kaiserlichen Stukkereyen zog, wodurch
die Hermogenischen Pferde ihren Namen erhielten. Un
ter die besten Wettrenner rechnete man die Phrygischen,
Spanischen und Kappadocischen Pferde. — Palma-
tius, der seine Stutkerey in der Nähe der Stadt An-
tibilis am Berge Taurus hatte, brachte seine Pferde
zucht zu der Vollkommenheit, daß seine ganze Stutkerey
kaiserlich wurde, und daß phrygische Stuken von pal-
makischen Hengsten belegt, die besten Wettrenner gaben.
Man suchte auf alle mögliche Art, dies schöne Haus-
thier zu veredlen,. und behandelte es mit der größten
Schonung. Man kannte den Gebrauch der großen
Peitsche (chambriere) dieses in den Händen unwis
sender Bereiter so schädlichen Instruments, welches un
serer Reitkunst jetzt so unentbehrlich ist, damals gar nicht.
Die Pferde wurden nur mit der Spießruihe gestraft,
und berühmte Pferde, weiche Alters Haider nicht länger
gebraucht werden konnten, erhielten das Gnadenbrod
und den Namen: Emeriti. Von allen Farben wurde
die weiße, welche der morgenländischen Pracht unent
behrlich war, am höchsten geschäzt.

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