Titel:
Sammlung von Abhandlungen für Thierärzte und Oekonomen ; Viertes Bändchen
Personen:
Viborg, Erik Nissen Wikipedia
PURL:
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Zn Deutschland standen zu der Zelt Pferde von die
ser schönen Farbe ebenfalls in großem Ansehen. Sie
waren den Deurschen sowohl bey geistlichen als weltlichen
Feyerlichkeiten nothwendig, und man kann hieraus
schließen, daß diese Race ein wichtiger Gegenstand für
das Stuttereywesen der Franzosen, Engländer und
Deutschen gewesen seyn muß.
Nicht allein in Europa wandte man so großen Fleiß
auf weiße Skuttereyen — auch die Asiaten hegten noch
ihre alte Liebe für diese Farbe. —
Venedigs Reisebeschreiber im r;ten Jahrhundert,
der gelehrte Marcus Paulus erzählt, daß er auf seiner
orientalischen Reise eine Srutrerey in Persien gesehen,
die über iooo weißgeborne Pferde enthalten habe. Die
se schöne Pfcrderace erhielt im Norden einen neuen
Glanz, mir Einführung der Souverainität in Därme-
mark. Zwar hatte sich wohl nach den heydnischen Zei
ten das Geblüt von der weißgebornen Race im Lande
erhalten, allein es war ausgeartet und vermischet. —
Man traf nur bey den Schecken, Tygern und Schim
meln , Spuren davon an, und unter diesen fiel zuwei
len wohl ein weißgeborneS Pferd, allein Dännemark
hatte dock keine weißen Gestüte. Der erste Souverain
der ZwIllingSrrkche gab sich große Mühe, diese schöne
Race in seiner Slulterey hervorzubringen. — Sein
Vater, Christian der Vierte, Hane durch englische und
dänische Pferde ein Schimmel- Gestüte gebildet,
welches EngeiSstutterey genannt ward, und sckeckiqte
«mch einzelne weißgeborne Pferde warf. Der Sohn
suchte diese durch einen grauen englischen Hengst. der
den Namen Fwesax erhielt, durch weißgeborne Pferde
aus

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