Titel:
Lehrbegriff der Pferdarzney ; Vierter Band
Personen:
La Fosse, Philippe Etienne Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN729852474/132/
Tage lang hängen zu lassen; die, vom Hodensack
nicht mehr unterstützt, den Saamenstrang zerreit,
einen Reiz und. Entzündung erwecken, die sich biö in
die Bauchhöhle verbreitet.
Andere schneiden die Hoden weg , welches zwar
etwas besser, doch aber auch gefährlich ist. Ich rathe
daher zwo andere Methoden, die mir gleich gut ge
lungen sind.
Nach der ersten Art wirst man das Pferd auf
die linke Seite, bindet um den rechten Hinterfuß
einen Gurt, und befestigt ihn um den Hals, um die
Hoden fasten zu können. Alsdenn durchschneidet
man alle Haute bis auf den Körper des Hoden, zieht
mittelst einer krummen Nähnadel einen gewichsten
Faden durch den Saamenstrang, einen Querfiiiger
über dem Hoden, unterbindet, und schneidet ihn
weg. Man muß den Saamenstrang aus zwo Ur
sachen in feiner Substanz durchstechen; erstens, damit
man den Saamennerven Nicht mit einbinde, welches
einen Reiz des ganzen Nervensystems, und den Tod
verursachen würde. Zweitens, damit der Faden we
der auf-noch abwärts wegrutschen könne. Auch ist
es wesentlich nöthig ein Ende Bindfaden hängen zu
lassen, welches hernach schon durch die Eiterung
abfällt. Mit dem andern Hoden verfährt man eben
so, wäscht die Wunde mit warmem Wein, und
überläßt die weitere Sorge der Natur.

Diese

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