Titel:
Lehrbegriff der Pferdarzney ; Vierter Band
Personen:
La Fosse, Philippe Etienne Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN729852474/21/
die Gefäße zu voll, so leert man sie aus; sind die
Theile erschlappt, so bemüht man sich ihre Schnell
kraft wieder herzustellen.
4) Bey Erfüllung der Anzeigen selbst, muß
man mit Ueberlegung zu Werke gehen. Wenn sich
mehrere Anzeigen zugleich darstellen, fängt man bey
denen an, die den wenigsten Aufschub leiden, und
die man erfüllen kann, ohne den übrigen entgegen zu
treten. Ich sehe den Fall, man hätte eine Lungen
entzündung zu heilen, bey welcher sich Husten, Fieber
und beschwerliches Athmen zeigten. Jehl geht man
jede dieser Anzeigen besonders durch: der Husten er
fordert lindernde, die Entzündung kühlende, das Fie
ber kühlende und abführende Mittel, das schwere
Athmen aber eine Aderlaß. Was ist nun zu thun?
Abführende Mittel reizen, erhihen, und würden also
den Husten, die Entzündung das Athmen noch schwe
rer machen. Diese Mittel werden daher nach einer
vernünftigen Ueberlegung nicht den Anfang machen dür
fen. Kühlende, Lindernde hingegen, und Aderläße
find es, welche man zuerst anwendet, denn diese ver»
mehren das Fieber nicht; nach diesen kann man ohne
Gefahr abführende Mittel verschreiben. Auf die Art
muß man bey jeder Krankheit zu Werke gehen; jede
Anzeige besonders betrachten, und auf diejenige, wel
che den wenigsten Aufschub leidet, sein vorzüglichstes
Augenmerk richten.
5) Wenn die Krankheit unbeträchtlich ist, auch
von keinem entscheidenden Zufalle begleitet wird, thut
man

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