Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/255/
den Mitteln, aber schwächer, besonders im getrockneten
Zustande.
Man benutzt das Schafgarbenkraut mit den Blüthen
zugleich, sowohl frisch als getrocknet, ganz wie den
Wermuts». Es steht dem letztem in der wurmwidrigen
Wirkung nach, ist aber bei Krämpfen, daher auch bei
Krampfkoliken, und bei krampfhaften flarnbeschwerden,
auch bei asthenischen Entzündungen und deren Ausgän
gen, besonders bei dergleichen Lungenentzündungen vor
züglicher als jenes Heilmittel.
Gabe und Form, so auch die Verbindung mit an
dern Mitteln, ist wie bei den bittern Mitteln überhaupt.
Aeufserlich kann das Schafgarbenkraut als ein stär
kendes, die Thätigkeit erhöhendes und zertheilendes Mit
tel bei schlecht eiternden, schlaffen Wunden, bei Quet
schungen und Quetschwunden, bei Blutergiefsungen, Ver
härtungen und bei schlaffen Geschwüren u. s. w., theils
in Breiumschlägen, theils in» Infusum oder Dekokt an
gewendet werden.
Das Mittel empfiehlt sich, wie die beiden vorher
gehenden, wegen seiner Wohlfeilheit ganz besonders
zum thierärztlichen Gebrauch.
11. Raute. Herba Hutae.
§. 213.
Das Raufenkraut (mit und ohne Blüthen und Saa-
men) enthält ähnliche wirksame Bestandtheile wie der
Wermuth, nur mit dem geringen Unterschiede, dass cs
weniger Bitterstoff, und dafür etwas mehr und zugleich
schärferes ätherisches Oel besitzt.— Die Wirkungen sind
denen des Wermuths fast ganz ähnlich, nur etwas schwächer
tonisch und vom frischen Kraut etwas stärker örtlich
erregend. Im trocknen Kraut erscheint die erregende
Kraft des Mittels gemindert.
Die innerliche Anwendung, Gabe u. s. w. findet
(wie von den übrigen aromatisch bittern Mitteln) bei
asthenischen Krankheiten mit torpidem Charakter statt,
16*

Anschrift

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hochschulbibliothek
Bünteweg 2
30559 Hannover
Kontakt

Tel.: +49 511 953-7100
Fax: +49 511 953-7119

E-Mail senden


Datenschutzerklärung

Partner

:
version: intranda viewer - a0c7c66