Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/546/
Autitmnale), verursacht Erbrechen, Purgiren, Blutharnen,
Lähmuqg und oft den Todt — sie ist als Heilmitttel in
der Thierarzneikunde nicht gebräuchlich, obgleich in
neuerer Zeit sehr empfohlen.

Siebente Klasse.
Betäubende oder narkotische Mittel.
(M. narcotiea).
Begriff, Wirkung und Anwendung im Allgemeinen.
§. 446.
Betäubende oder narkotische Mittel nennt man die
jenigen Arzneistoffe, welche, bei der Anwendung in ge
hörig grosser Gabe, im thierischen Organismus die Ner
venkraft, vorzüglich die Sensibilität vermindern und selbst
Betäubung (Närcosis) verursachen.
Die hierher gehörigen Mittel (welche, mit Ausnahme
der Blausäure, sämmtlich aus dem Pflanzenreich entnom
men sind) kommen jedoch nur im Allgemeinen in dieser
dje Thätigkeit des Nervensystems vermindernden Wir
kung überein, denn iin Einzelnen zeigen sie hinsichtlich
der besondern Art ihrer Wirksamkeit und eben so in
ihren Bestandtheilen eine grosse Verschiedenheit.
§• 447. '
Hinsichtlich der Bestandtheile ist zuerst zu bemer
ken: dass es einen gemeinschaftlichen, d. h. einen in allen
narkotischen Mitteln gleichartigen betäubenden Stoff nicht
giebt, und dass man selbst in den einzelnen Mitteln wäh
rend langer Zeit den narkotischen Stoff in reiner Gestalt
nicht darstellen konnte. Da es jedoch in neuerer Zeit
den Chemikern gelungen ist, in den meisten narkotischen
Mitteln besondere Alkaloide zu entdecken, welche dm
eigenthümliche Wirksamkeit dieser Mittel in einem aus
gezeichneten Grade besitzen, so hat inan diese Alkaloide

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