Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
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gedrängt, die Pupille sehr erweitert, der Urin ging un
willkürlich ab und der Tod erfolgte nach bis 2 Mi
nuten. Selbst 10 Tropfen waren bei diesen Thieren hin
reichend, ähnliche Zufälle und den Tod zu veranlassen
welcher letztere jedoch erst am 3ten Tage nach dem
Eingüsse erfolgte, (a. a. O. S. 43). — 6 Quentchen in
den Mastdarm gespritzt, todtesen eine Katze unter den
selben Zufällen in 6 Stunden. — Lei einem Hunde
entstand von 1 Drachme innerlich gegebener Säure zu
erst Drang zum Erbrechen, Ausfluss von Schaum aus
Maul und Nase, nach einer Stunde wirkliches Erbrechen
mit Entleerung einer, nach Holzsäure riechenden Sub
stanz, dann Traurigkeit und Sträuben der Haare. Nach
10 Stunden waren alle Zufälle wieder verschwunden mul
der Hund völlig hergestellt. — Drei Drachmen einem
grossen Hunde gegeben, verursachten binnen kurzer Zeit
eine Mattigkeit in so hohem Grade, dass die Füsse das
Thier nicht mehr ordentlich tragen konnten; nach (’>
Stunden struppiges Haar, funkelnde Augen, Zittern, Aus
fluss eines weil’sen Schaums aus Maul und Nase, dum
pfer Husten, gänzlicher Verlust des Appetites; nach
12 Stunden bemerkte man ausser den genannten Zufäl
len noch Stumpfheit der Sinne, beschwerliche Respira
tion, heiseren Husten; nach 24 Stunden waren der
Schaumausfluss geringer, der Husten sparsamer, übrigens
dieselben Zufälle, jedoch im höheren Grade und noch
in den nächsten 24 Stunden steigend. Es waren alle
Zeichen einer Lungenentzündung zugegen; erst am 7le»
Tage fand sich etwas lockerer Auswurf, Besserung und
Appetit, und am 12teu war das Thier völlig wieder her
gestellt. — Ein anderer Hund starb von 1 Loth Holz
säure am 4ten Tage nach dem Eingeben und nachdem
ähnliche Zufälle entstanden waren, ganz ruhig.
Mit diesen Angaben stimmen auch die Erfolge der
Versuche iibereiu, welche sowohl von Schubarth ')

') In Horms Archiv. 1H24. S. 59.

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