Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
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gen sfets sehr blutreich, oft mit schwarzen Flecken ver
sehen; das Herz an der rechten Seite mit schwarzem,
flüssigem Blute ganz angefüllt, die grossen Venenstämme
desgleichen; die linke Hälfte des Herzens leer; Hirn und
Rückenmark sehr blutreich,aber ohne weitere Veränderung.
§• 547.
Die mitgetheilten Versuche lehren: dass man die
rohe, brenzliche Holzsäure bei den kleineren Hausthie
ren innerlich nur in sehr geringen Gaben, nämlich Hüh
nern und Katzen zu 1 bis 3 Tropfen, Hunden zu 10
bis 30 Tropfen, Schafen (wahrscheinlich auch Ziegen
und Schweinen) zu 20 bis 40 Tropfen geben dürfe, am
besten aber das Mittel bei allen diesen Thieren gar
nicht anwendet; dass man es dagegen Pferden und Bin
dern zu 5}jj bis ^vj geben könne.
Gegen asthenische Fieber mit nervösem Charak
ter, gegen Rheumatismus und rheumatische Fieber, gegen
bösartige Druse und Rotz, gegen chronische Diarrhoe,
welche nach einer zu grossen Gabe von Aloe zurück
geblieben war, habe ich in mehreren Fällen diese Säure
ganz ohne günstigen Erfolg, — aber mit Nutzen bei der
Trommelsucht des Rindviehes und bei ödematösen An
schwellungen innerlich angewendet.
Man giebt sie entweder in einer schleimigen Flüs
sigkeit, oder mit andern Mitteln verbunden, in Lat
wergen.
Aeufserlich habe ich die Holzsäure bei Maukege
schwüren, besonders bei der sogenannten ausfallenden
oder Brandmauke, nachdem die erste Entzündung vor
über war, mit ausgezeichnetem Erfolge angewendet; eben
so bei anderen Geschwüren, bei Wiederrüstschädeu u.
s. w., wenn die Granulation schlaff und üppig war; —
bei Strahlkrebs und in Kuorpelflsteln minderte sie die
Absonderung, bewirkte aber die Heilung nicht; bei dem
epizootischen Klauenweh war sie nützlich, bei dem
bösartigen Klauenweh der Merinos hat sie aber fast
nirgends das Vertrauen bestätiget, welches man nach Ro-

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