Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/690/
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Zehnte Klasse.
Reine Alkalien und Erden, oder alkalische
und erdige Mittel.
(Alcalia et Terrae. Medicamenta alkalica et terrea.)
Allgemeine Bemerkungen über die Mittel dieser Klasse.

§. 519.
Die Alkalien und Erden wurden früher für chemisch-
einfache Körper gehalten, bis Davy durch seine erfolg
reichen galvanischen Versuche bewies, dass sie Verbin
dungen sehr leicht oxydirbarer Metalle, sogenannter Me
talloide mit Sauerstoff, also wahre Oxyde sind. Sie
kommen in den drei Reichen der Matur häufig vor, je
doch selten rein, sondern in mannigfachen Verbindun
gen, meistens als Salze.
Nach dein Grade ihrer Löslichkeit im Wasser un
terscheidet man die hierher gehörigen Substanzen schon
seit älteren Zeiten: 1) in eigentliche Alkalien, 2) in
alkalische Erden und 3) in eigentliche Erden.
1) Die Alkalien, früher auch Laugensalze ge
nannt, sind im Wasser sehr leicht löslich, besitzen einen
eigenthümlichen, brennenden, laugenhaften Geschmack,
färben «len Veilchensaft grün, das gelbe Pigment der
Curkumcwurzel und der Rhabarber braun; auf thierische
Stoffe wirken sie eigenthümlich auslösend, zerstörend,
weshalb man sie ätzend oder kaustisch nennt; sie än
dern Fette und Oele in eigenthümliche Säuren um und
bilden mit ihnen die Seifen; mit den Säuren verbinden
sic sich überall sehr begierig und bilden mit ihnen die
sogenannten Neutral- und Mittelsalze.
Zu den Alkalien gehören das Kali, das Natron, das Ly-
thion (letzteres nicht arzneilich benutzt) und das Ammoniak-
Obgleich das Ammoniak in seiner chemischen Zusammen-

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