Titel:
Praktische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Hertwig, Carl Heinrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734635443/721/
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Schwefelleber im Vorhergehenden Gesagte ohne einen
wesentlichen Unterschied auch von der Kalkschwe
felleber. Letztere ist wohlfeiler und verdient daher, be
sonders zum äußerlichen Gebrauche, selbst noch den
Vorzug vor der gewöhnlichen Schweselleber. — Auch
die Talk-Schwefelleber oder Schwefel-Magnesia
(Magnesia sulphurata) ist mit der letztem im Wesentli
chen übereinstimmend, aber nicht gebräuchlich. — Das
Schwefel - Ammonium oder die flüchtige Schwe
selleber (Ammonium sulphuralo-hydrothyonicum s. ste
llar sulphuris rolatile) ist ein sehr heftiges, gefährliches,
und daher nicht zu empfehlendes Reizmittel.

E i 1 s t c Klasse.
Salze der Alkalien und Erden. (Salia ulcalina et
terrea).
§. 575.
Wenn Säuren mit Alkalien, Alkaloiden oder Erden
in Berührung kommen, so verbinden sie sich, vermöge
ihrer chemischen Wahlverwandschaft, mit denselben und
bilden hierdurch neue, eigenthümliche Substanzen, die
man im Allgemeinen als alkalische oder erdige
Salze bezeichnet. In früherer Zeit nannte man diese
Salze (mit Ausnahme derer, welche Kohlensäure und
"eiche Talg-, Ocl- und Margarinsäure enthalten) auch
Seutralsalze (Sofia neutret) und Mittelsalze (Salia
tieilid), und im gewöhnlichen Sprachgebrauch«; sind diese
Samen fast allgemein noch geltend. Da aber die Säu-
'eii sich in einem mehrfachen Verhältnisse mit den kali-
Sf ben und erdigen Grundlagen (Basen) zu Salzen ver
binden, so bezeichnet man jetzt passender nur diejeni
gen als neutrale Salze, in denen die chemische Wech
selwirkung der Bestandtheile sich gegenseitig vollkom
men durchdrungen (gesättiget) hat, so dass in ihnen wc-

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