Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim F. C. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734921861/33/
und endlich nach dem Grade, der Art und dem Karak-
ter der Entzündung. —
g. io.
Die Geschwulst entsteht durch das Zusammen
treffen mehrerer krankhafter Verhältnisse. Durch das
Eindringen von Blut iu die feinen, sonst nur Blut
wasser führenden Haar- oder Capillargefäße werden diese
Gefaste also erweitert und der Theil nimmt an Umfang
zu. — Diese Erweiterung der Capillargefäste geschieht
gemeinhin, nach vorhergegangenen oder nach vorhande
nen Ursachen, in kurzer Zeit und im letzten Falle um so
schneller, als die fortwährende Ursache der Entzündung
heftig ist. — Bei Entzündungen ist immer eine stärkere
Produktionskraft, eine vermehrte Absonderung gerinn
barer Lymphe (plastische Lymphe, Faserstoff des Blutes)
Vorhände»; diese gerinnbare Lymphe ergießt sich zwi
schen und auf die Fasern des Gebildes im Zellgewebe
und bietet die Möglichkeit zu neuen Bildungen, zu
bleibenden Geschwülsten dar. —
§. ii.
Die weichen Theile des thierischen Körpers schwellen
im starkern Grade als die harten an, doch stellt die
Geschwulst sich selbst bei der Knochenentzündung ein,
-nur entsteht sie hier langsamer. Die porösen (lockern)
Knochen und die Knochenenden schwellen jedoch mehr
an, als dieß bei den festen der Fall ist. — Die Haa
re strauben sich auf behaarten Stellen, je nachdem mehr
oder weniger Geschwulst da ist. — Auch die vermehrte
Wärme als Symptom der Entzündung, tragt unbe
dingt zur Auflockerung der organischen Masse viel
bei. —
Die Harte, welche wir bei der Geschwulst bemer
ken, scheint im Widerspruche mit dieser Auflockerung zu
stehen, doch ist jene wohl mehr iu dem Znsammenzie-
hungsvermögen der kleinen Gefäße und in der, durch die
Erweiterung oder Ausdehnung der Gefäße und Fasern

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