Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim F. C. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734921861/378/
korb anlegen, und diesen nur dann abnehmen, wen«
es nach den 24 Stunden fressen soll.
tz. 216.
Im klebrigen gebe man dem Pferde anfangs reines
Wasser zum Getränk, späterhin kann man, wenn cs
daran gewöhnt ist, demselben Kleyen - oder Gersten
schrot, auch Heuhacksel und etwas Hafer zur Nah
rung reichen.
Nach vier Tagen kann die Vereinigung schon in
der Art geschehen seyn, daß man des Ausziehens der
Hefte wegen nichts mehr zu fürchten hat, man nehme
sie dann mit Vorsicht weg. — Die völlige Vernarbung
solcher gehefteten Wunden geschieht dann innerhalb 6
bis '4 Tagen. —

Siebentes Kapitel.
Von den Verletzungen der Zunge.
§. 217.
Solche Verletzungen entstehen durch den unvorsich
tigen Gebrauch der Trense und der Stange. — Zuwei
len sind die metallenen gegliederten, oder ungeglieder
ten Mundstücke der Trensen und Stangen fehlerhaft
gearbeitet, — so daß durch geringes Anziehen der Zü
gel schon Verletzungen hervorgebracht werden können.—
Rohen, nicht zugerittenen Pferden, wird nicht selten
die Zunge mit einem gedrehten, scharfen, eisernen Mund
stücke der Trensen (wie die Landleute sich deren von
den Schmieden anfertigen lassen) beim plötzlichen An
halten solcher, im Laufe begriffenen, Pferde, ver
letzt. —

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