Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim F. C. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN734921861/72/
Nimm: Kleingeschnittene Eichenrinde 4 Unzen oder:
Grüne Wallnußschaalcn 8 Unzen, koche sie
wahrend £ Stunde mit
Brunnenwasser 8 Pfund, und gieße die gan
ze Abkochung siedend auf
Gestoßene Baldrianwurzel,
Geschnittenes Pfeffermünz- oder Salbeykraut
von jedem i Unze
Kamillenblumen 2 Unzen. Lasse das Ganze
4 Stunde lang digeriren, seihe die Flüssig
keit durch, und wende sie lauwarm zu
Bähungen an.
Je nachdem man nun kräftig einwirken muß, kann
man noch guten Essig, Weingeist oder starken Brant-
wein hinzuthun; auch sivohl Salmiak in dieser Flüssig
keit lösen.
Um aber auch die zum Aufguß gebrauchten Mittel
noch zu benutzen; so kann man sie, nachdem die Flüs
sigkeit durchgeseiht ist, als reizende Umschlage auf
de» brandigen Theil anwenden, dann müssen sie aber
vorher fein gestoßen worden seyn- —
§. 9*.
Man kann auch dann, wenn die Jauche stark trieft,
genannte Mittel, fein gepulvert, trocken anwenden;
vorzüglich ist hier aber gepülverter Kampfer ein Theil,
gepülverte Eichenrinde oder Enzianwurzel oder Myrrhen
Gummi zwei Theile, mit Vortheil anzuwenden; — fer
ner wende man auch noch die geistigen und resinösen
Tinkturen, besonders dann an, wenn der brandige Theil
an seiner Oberfläche gänzlich unempfindlich für Arzenei
mittel, oder wenn derselbe mit einem dicken Schorfe be
deckt ist, so daß die Reizmittel weder ein- noch durch
dringen, mithin nicht wirken können. In solchen Fallen
muß man a»e brandigen Theile wegnehmen, tiefe Ein
schnitte machen, die bis zur gesunden, lebenden Masse,
bis Blut kommt und das Thier Empfindlichkeit zeigt,
eindringen, und hier reizende Tinkturen, selbst solche,

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