Titel:
Homöopathische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Genzke, J. C. L. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN736083804/17/
Einleitung.

§. i.
Die Thierheilkunde unterscheidet sich dadurch wesentlich von
der Menschenheilkunde, daß letztere ihre Tendenz auf die Ge-
sundheitscrhaltung und Heilung der Krankheiten solcher We
sen richtet, welche durch ihre vollkommenste Organisation und
hohen geistigen Eigenschaften von allen lebenden Geschöpfen sich
unterscheiden. In so ferne sie weiterhin ihr Augenmerk auf
Individuen richtet, welche als Herrn der Schöpfung zu betrach
ten sind, denen die Erhaltung ihrer Gesundheit das höchste und
wünschenswertheste Gut sein muß, ist ihr Streben auch von
ganz anderer Bedeutung und ihre Existenz um ihrer selbst wil
len begründet, während die Thierheilkunde nur darin ihren
Werth findet, daß sie sich mit Wesen beschäftigt, die dem Men
schen zur Befriedigung seiner mannigfaltigen Bedürfnisse die
nen, und daher eine Schätzung hinsichtlich -der ihnen verliehe
nen Eigenschaften zulassen. Der Zweck zur Gcsundheitserhal-
tung und Heilung derselben wird also nicht ihrer selbst willen
erstrebt, sondern nur in so weit, als dem Menschen dadurch
Bortheil erwächst.
8- 2.
Nichts desto weniger wird die Thierheilkunde dadurch von
sehr geringer Bedeutung; denn der unberechenbare Nutzen,
den der erfinderische Geist des Menschen aus dem Dasein der
Hausthiere zu ziehen weiß, hat ihnen eine Stelle unter seine
unentbehrlichsten Güter angewiesen, und da durch ihre Erhal
tung oft der Wohlstand ihrer Besitzer bedingt wird, so ist der
Mensch auch von jeher bedacht gewesen, so wie auf seine eig
nen, so auch auf die Gebrechen seiner nützlichen Hausthiere sein
Augenmerk zu richten und Mittel ausfindig zu machen, sie da
von zu befreien.

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