Titel:
Homöopathische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Genzke, J. C. L. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN736083804/342/
Erster Tag (6 Tropfen Tinctur 2 mal des Tages). Niesen
unmittelbar nach Eingabe der Arzenei.
Zweiter Tag (3 mal täglich 20 Tropfen). Niesen nach dem
jedesmaligen Eingeben und auch späterhin. Oftmaliges Schüt
teln mit dem Kopfe und Schlenkern mit den Ohren; geringe
Anfälle von Husten. Häufigeres Harnen eines dunkclgelben
Urins. Die Ercremente werden ohne Beschwerden abgesetzt und
sind normal.
Dritter Tag (3 mal 40 Tropfen). Steifigkeit der hintern
Extremitäten, so daß er beim Hinunterstcigcn von der Treppe,
die er sonst sehr gut passiren konnte, hinabtaumclte und darauf
einige leichte Convulsioncn bekam; Ercremente von dunkelbrauner
Farbe, mit vielen weißen und hellrothen, länglichten und platten
Enthelminten, zur Familie der Trematoden gehörend, vermengt.
Oeftere Harnentleerung mit ausgespreizten Beinen und anschei
nender Beschwerde; die Schnautze ist warm und trocken. Das
Thier ist übrigens lebhaft, aufmerksam und hat guten Appetit.
Vierter Tag (2 mal 00 Tropfen). Beim Hinuntersteigen
von der Treppe siel er wie den Tag zuvor, und verfiel nach
dem Falle in eine Art von Starrkrampf mit steif von sich
gestreckten Hinter- und Vorderfüßen und etwas nach dem Rücken
gebogenen Kopfe, welches aber nicht lange dauerte; darauf
leichte Convulsionen der Extremitäten und Weglaufen. Ercre
mente von dunkelbrauner Farbe mit denselben Eingeweidewür
mern wie Tags zuvor vermischt, und mit mehreren fadenähn
lichen zähen Schleimstreifen überzogen. Der Gang ist mit etwas
auseinandergespreizten Hinterfüßen, die dabei etwas steif erschei
nen, ohne daß er dabei an Kraft wesentlich verloren hat; den
Schwanz, welchen er sonst etwas in die Höhe trug, kann er
kaum mehr beim Wedeln in horizontale Richtung bringen und
läßt ihn gewöhnlich etwas hängen. Herzschlag etwas unregel
mäßig und beschleunigt; der Puls an der Cruralarterie voll und
beschleunigt ungefähr 130 in einer Minute. Er hatte Neigung
zum Schlafen; während des Schlafes wurden die Füße oftmals
von leichten Zuckungen ergriffen und dann und wann mit einem
Mal zuckend an den Leib herangezogen. Das Thier ist wider
seine Gewohnheit etwas mürrisch.
Fünfter Tag (3 mal 80 Tropfen). Die Ercremente werden
mit etwas größerer Beschwerde entleert. Sie waren anfangs

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