Titel:
Homöopathische Arzneimittellehre für Thierärzte
Personen:
Genzke, J. C. L. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN736083804/449/
noch überhaupt das Thier nicht so sehr, wie ähnliche mit der
Holzsaure getödtete nach dem Empyrcuma. Die Gehirnhäute
enthielten viele strotzende Blutgefäße, das Gehirn und Rücken
mark war derb und beide zeigten beim Entzweischneiden viele
Blutpunkte. Der Schlundkopf, der Kehldeckel und die Rachen
höhle waren schwach gcröthet, die Luftröhre und vorzugsweise
die rechten Bronchialzweige mit einer dicken Pseudomembran,
welche den ganzen Cylinder der Luskgcfäße ausfüllte, versehen.
Die rechte Lunge stellenweise entzündet, ja fast schwärzlich von
Farbe. Das Herz stark ausgedehnt und vorzugsweise die rechte
Bor- und Herzkammer mit zum Theile geronnenem schwarzem
Blute vollgepfropft. Die Leber und die Milz an der Ober
fläche mit dunkelrothen, tief in die Substanz eindringenden
Flecken versehen.
Die Speiseröhre war gesund, der Magen ausgedehnt und
sowohl mit halb verdautem Fleische, als auch von einer Menge
Schleim vollgefüllt — am Ende einiger Gefäße kleine Blut-
ertravasate. Die Gedärme in ihrer Substanz aufgelockert, und
mit zähem Schleime und todten Spulwürmern vollgefüllt,
übrigens aber vorzugsweise der obere Theil des Dünndarmes
etwas gcröthet. Die Nieren und die Harnblase, sowie die
Nerven und Gefäße unverändert.
5) Einem großen, starken, schwarzen Hunde wurden den 12.
August um 9 Uhr Vormittags drei Quentchen Holzsäure, wobei
ihm das Maul durch ein eigenes Instrument offen gehalten
wurde, langsam eingegossen. Obgleich man sich zu diesem Ein
güsse der möglichsten Ruhe des Thieres versichert hatte durch die
getroffenen Anstalten; so geschah es doch, daß durch das unbän
dige Herumschlagen des Kopfes ein großer Theil des Eingusses
verloren ging, und auf diese Weise beinahe ein Quentchen der
Säure auf dem Boden verspritzt wurde. Als man den Hund
frei ließ, so äußerte er außer einem beständigen Schnauben und
einer Unruhe nichts Besonderes. Doch nicht lange daraus
stellte sich eine so große Mattigkeit ein, daß die Füße des nun
mehr unruhig gewordenen Thieres nicht mehr hinlängliche
Kraft besaßen es zu tragen, und der Hund daher oftmals auf
die eine oder die andere Seite hinfiel; er raffte sich jedoch wie
der auf und suchte einen andern Ort. Nach Verlauf von
6 Stunden bemerkte man an ihm ein struppiges Haar,
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