Titel:
Die Bücher der Wundarzney der Thiere
Personen:
Wolstein, Johann Gottlieb Wikipedia
PURL:
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kranken Thiere in Ansehung -er Diät. 239
Wie staune ich oft, wenn id) ein Kraut ,
eine Pflantze, ein Gewächs aus der Erde ru
pfe und die Verschiedenheit seiner Saugeröh
ren betrachte! wenn ich sehe, wie tief sich die
einen verscharren, wie seicht die andern herum
kriechen; was diese vor Gänge — was jene
vor Richtungen nehmen! wie häufig, wie ge
drängt, wie nahe beisammen sie da gerade zu
der Erdader laufen, von der sie ihre Nahrung
empfangen!
Wie staune ich hingegen auch, wann ich
im Graben sehe, wie sich dort die nämlichen
Wurtzeln entfernen — wie weit sie auseinan
der gehn — was sie vor Umwege, vor Krüm
mungen , vor Ecken und Winkel bei solchen
Erdarten machen, von welchen sie keine Nah
rung erhalten — die ihnen vielleicht ungesund,
schädlich, oder wohl gar Gifte seyn mögen.
Der nämliche Abscheu, welcher gewisse
Thiere von gewissen Pflantzen entfernt — der
einigen Genuslust, andern Eckel erregt — der
sie einigen als Gifte, andern als Nahrung an
weist — zieht und entfernt die Wurtzeln der
Gewächse von den Erdarten, die ihnen scha
den, und leitet sic zu jenen, die ihnen Leben,
Gcdei-

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