Titel:
Handbuch der Veterinair-Chirurgie
Personen:
Dieterichs, Joachim Friedrich Christian Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN741105519/394/
§. 232.
Nach dem Heften hat man besonders darauf zu se
hen, daß die geheftete Wunde auf keine Weise gezerrt und
gerieben werde; deshalb muß man auch dem Pferde in
den ersten 24 Stunden wenia, oder gar kein Futter geben,
damit sich davon nichts zwischen die Wundrander dränge.
Um aber auch wistkührliches Oeffnen des Maules zu ver,
hüten, kann man dem Pferde einen Maulkorb anlegen,
und diesen nur dann abnehmen, wenn es nach den 24
Stunden fressen soll.
§. 233,
Im Uebrigen gebe man dem Pferde anfangs reines
Wasser zum Getrqnk, späterhin kann man, wenn es daran
gewöhnt ist, demselben Kleien- oder Gerstenschroot, auch
Heuhackfel und etwas Hafer zur Nahrung reichen,
Nach vier Tagen kann die Vereinigung schon in der
Art geschehen seyn, daß man des Ausziehens der Hefte
wegen nichts mehr zu fürchten hat, man nehme sie dann
mit Vorsicht weg. — Die völlige Vernarbung solcher ge
hefteten Wunden geschieht innerhalb 8 bis 14 Tagen. —

Siebentes Kapitel.
Von den Verletzungen der Zunge,
§. 234.
Solche Verletzungen entstehen durch den unvorsichti
gen Gebrauch der Trense und der Stange, — Zuweilen
sind die metallenen gegliederten, oder ungegliederten
Mundstücke der Trensen und Stangen fehlerhaft gearbei
tet, — so daß durch geringes Anziehen der Zügel schon
Verletzungen heryorgebracht werden können. — Rohen,
picht zugerittenen Pferden, wird nicht selten die Zunge

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