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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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bösartige Zufälle und große Gefahr, und ein späte
rer Und nicht gänzlicher Verlust das Gegentheil.
Eine Kuh harte an einem Mittage noch den be
sten Appetit, am Abende desselbigen Tages vermin
derte er sich sehr schnell und auffallend, am Morgen
des kommenden Tages ward sie geschlachtet. Der
Psalter fand sich hierauf schon gan, mürb, und war
mit Brandflecken von der Größe eines Dreyers
ganz dUkchsaet.
Die Milchgebenden Stücke vermindern die
Milch nicht vor dem siebenten und achten Tage. Al
lein mit dem sechsten vermindert sich bey den aller-
meisten der Appetit oder sie fangen an, in dem Fut
ter, das vor ihnen liegt, mit dem Maule ein Loch
zu formen, und von dem Grunde des Bodens zu
lecken.
Außer der Impfung nimmt man noch folgende
Erscheinungen des Uebelseyns in diesem Stadium
an den angesteckten wahr:
Sie husten ganz eigen, knirschen oft mit den
Zähnen als wenn sie Glas zerbissen, das Maul und
die Haut ist trockner als zuvor, die Augen hingegen
feuchter; die Haut vorn an der Kniescheibe und un
ten an den Seiten mächt sich nicht so gut lös, und
rollt sich nicht so gut unter der Hand, wie gewöhn
lich. Das Aussehen ist oft nmnterer, oft düste
rer; sie sind träger Und schwerfälliger, ächten nicht
viel mehr auf die Worte und Schlage ihres Herrn,
pst schütteln sie den Kopf, brüllen fast beständig;
bey den Kühen wird man deswegen oft verführt zu
glauben, sie rinderten. Stehen die Thiere von der
Streu auf, so machen sie nicht wie sonst einen Buk-
N. S. der Ser. -r Th> G kel,

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