Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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sten, welches jetzt nur zuweilen hörbar ist, aber mit
der Zunahme der Krankheit sich auch vermehrt und
heftiger wird. Diejenigen Kühe, welche gemolken
werden, zeigen eine Abnahme der Milch: bey an
dern verliert sich die Milch jahling. Das Schüt
teln, oder vielmehr der Schauder oder Frost, wel
cher anfänglich bloß dem Kopfe allein geeignet schien,
verbreitet sich nun über den ganzen Körper und zeigt
sich am deutlichsten, wenn die Thiere ihren Durst
gestillt haben; denn gleich nach dem Trinken über
läuft sie ein starker Schauder. Eine eigene Em
pfindlichkeit über den ganzen Körper wird beym An
fühlen bemerkbar.
§. 6.
Die Eß- und Trinklust halt entweder an, oder
sie vermindert sich, oder hört ganz auf. Das näm
liche nimmt man bev dem Wiederkauen wahr; je
doch findet man bey den meisten Kranken, daß sie
gleich, oder wenn das Gift seine Kraft zu äußern im
Körper anfängt, gleich im Anfange der Krankheit
wiederzukäuen aufhören, obgleich diese Kran
ken nicht alles Futter und Getränk dabey immer
verschmähen. Hieran wird die Krankheit gewöhn
lich erst am besten erkannt. — Der Zusammen
hang der Nerven und deren ganz besondere Mitlei-
denheit bewirkt dies so zeitlich.
Die Thiere werden nun immer trauriger; sie
lassen Kopf, Ohren und Schwanz hängen, sehen
sehr matt aus, achten nicht auf vorkommende Ge
genstände und die ihnen bekannten Wärter: sie
sind — wie man gemeiniglich sagt — wie zerschla
gen, alle Theile sind erschlafft, entkräftet.
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