Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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§. 7*
Zugleich wird die allgemeine Hautbedek-
kung welk; dieHaare stehen verkehr?, rauch, strup-
pigt, sie verlieren ihren Glanz und ihr Aufliegen an
der Haut.
Eden so verlieren auch die Augen bey den
meisten ihre natürliche Helle, sie werden mark und
feucht, und sickern häufig eine wasserigte Feuchtig.
Feit aus, welche die Thränengange nicht alle aufneh
men und in die Nase ableiten können, daher sie über
die Backen herunter laufen.
§« 8»
In der Nase werden die Thranenfeuchtiakei-
ten, (durch dieHinzukommung mehrerer aus den Na
senhöhlen,) dickerer und in einen zähen Schleim ver
wandelt, welcher nach und nach in eine wirkliche
Materie oder Eiter ausartet, das, wenn die
Thiere wohl genährt sind, eher geschiehet als bey
schlechten, magern. Hat dieser Thränenfluß eini
ge Tage angehalten; so fallen die Augen gleichsam
zu ammen in sich, scheinen abgezehrt und in den
Kopf zuzückgttreten.
§. 9-
DieHörner, die Ohren, das Maul und
die S ch e n k e l verlieren — mehrentheils abwechselnd
ihre natürliche Warme; sie werden kalt, ja immer
kälter, je näher das Lebensende heranrückt: diese
auffall-'! deKalre ist dann selbst in dem innern Mau
le bemerkbar, und macht eine nicht unbedeutende
Vorhersagung des Todes aus.

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