Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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§. io.
Die Veränderung des Athem ho lens wird
nun deutlicher, es verursacht dem Thiere mehrere
Anstrengung und Mühe, ja es wird ihm beschwer,
sich und ängstlich, so, daß es oft seufzet und stöhnt.
Bey aller dieser Abänderung des natürlichen
Körperzustandes findet man nur sehr wenig Wider
natürliches, in denPul Sa der sch lagen, zu Anfan
ge der Krankheit; aber beym Fortgange werden die
Schläge entweder matt, weich, ungleich, trage,
oder geschwinder, welches am besten Abends be
merkt wird: am geschwindesten spürt man sie gegen
das Ende der Krankheit, oder kurz vor dem Tode,
wo man oft 70, 82 bis 90 Schläge, also immer 32,
bis etliche 40 Schläge mehr als in natürlichen Ver
hältnissen, in einer Minute zählen kann; sieblei
ben aber immer klein, weich und ungleich.
§- n.
Auch die Beschaffenheit des Harnes zeigt ei
nen kränklichen Zustand meistens an, indem er ge
wöhnlich blässer, dünner und wässerigter, als der
natürliche ist: zuweilen aber behält er seine gesunde
Farbe. Er ist — wie es wohl immer der Fall ist—
bey Verstopfungen des Afters häufiger, und gerin
ger bey Durchfällen.
Vom zweyten bis zum sechsten Tage ist der
Abgang des Afters entweder hart, oder krok-
ken und beschwerlich, oder wässerigt, dünn, scharf,
stinkend, und geht theils ohne merkliche Empfindung
unter dem Schwänze an den Beinen herab; theils
wird er mit einem heftigen Drange und Krampfe
weggefpritzt, und auch mit Blut vermischt, wie
A s strie-

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