Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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sie bildet daher Geschwülste in den Drüsen, oder
anderen Theilen, oder kratzartige Hamausschläge,
von welchen man Besserung hoffe, wenn das Thier
schon dem Tode entgegen eilk. — Und so findet man
oft so viel Abweichendes von dem gewöhnlichen Gan
ge, daß selbst der geübteste Thierarzt, der schon meh
rere Male diese Pest beobachtet hat, zweifelhaft
wird. — Diese Verschiedenheiten aber beruhen le
diglich auf dem Körperzustande der Thiere, und ob
dieser mehr oder weniger empfänglich ist, ob er schon
vorhergewesene Krankheitsanlagen gehabt har, oder
ob der Körper Kräfte besitzt, das erhaltene Gift zu
bestreiten oder zu verarbeiten. — Man sollte daher
glauben, daß diejenigen Thiere, welche gesnnd
scheinen, gut unterhalten und genährt worden
sind, auch die meisten Kräfte besitzen müßten, der
Ansteckung zu widerstehen; allein, man findet ganz
das Gegentheil, indem die wohlbeleibtesten Thiere
in einem Stalle oft am ersten von der Krankheit
angefallen werden. Dies kommt aber ganz allein
daher, weil gerade die fettesten Thiere mehr ausdün
sten, und folglich auch mehr von der sie umgebenden
Luft wieder in ihrem Körper aufnehmen: ferner,
weil fette Körper allemal mehr Anlage zu Krank
heiten, oder größere Empfänglichkeit fremde Stoffe
aufzunehmen besitzen, als magere, nicht so beleibte;
bey denen gleichsam viele Mündungen der Gefäße
verschlossen und vertrocknet sind.
Um dieGenesung der kranken Thiere sich gewiß
versprechen zu können, muß man ein etwas freyeres
Athemholen bemerken; die Eßlust und das Wieder
kauen sich wieder einstellen, und — welches noch
mehr verspricht — auch ein beträchtlicher Absatz der
Krank'

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