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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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Regeln zu denken, obschon die Heilmittel bey Ge
genwart der Krankheit schlechterdings auch nicht zu
verabsäumen sind.
§. 25.
Die, von einem an der Rindviehpest kranken
Thiere ausdünstenden, oder sonst aus den andern
abfließenden Unreinigkeiten, sich entwickelnden Pest
stoffe, theilen sich anfänglich der Luft mit, die daS
Thier zunächst umgiebt, und würden bloß in die
sem Raume verschlossen bleiben, wenn das kranke
Thier allein stände, oder wenn der Stoff nicht
durch Wärter oder andere Wege, durch öffentliche
Tranken, oder Vorhaltung einerley Geschirre, Kaz-
zen, Hunde und dergleichen mehr, anderen Stallen
und Thieren mitgetheilt würde.
§. 26.
Stehen mehrere Thiere in einem, und zwar:
fest vor dem Luftzuge verschlossenen Stalle, beysam
men, so ziehen diese zunächst allen den giftigen Stoff
beymAthemholen, — welches ich die natürliche
Ansteckung zu nennen mir erlaube, —in sich und
stecken sich dadurch selbst an; wodurch denn — je
nachdem mehrere oder wenigere Thiers beysammen
in einem Stalle stehen — der Ansteckungsstoff aus
serordentlich vermehrt werden muß. Weiter wird
nun das Ansteckungsgist durch die Wärter der
kranken Thiere, oder andere ihren Besuch abstat
tende Personen, mit den anhabenden Kleidungsstük-
ken u. d. g. von einem Stalle zum andern fortge
bracht, indem nicht allein die an den Kleidern hän
gen gebliebenen, mit Pestgift geschwängerten Flüs-
B z sigkei-

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