Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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sigkeiteu, die Verbreitung bewirken, sondern, daß
auch das feine Gift selbst in die Kleider eindringt,
und an ihnen gleichsam nur klebend bleibt. Lösen
und theilen sich nun die seinen flüchtigen Theile in ei
ner mäßig warmen Stalllust auf und mit, so wer
den sie auch hier die Veranlassung der Krankheit;
daher kann man als wahr annehmen, daß die An
steckung sehr häufig durch die Wärter, und noch
weit mehr durch die herzu geruffenen Quaksalber
Dadurch verbreitet wird, daß die Wärter und
scynwollenden Thierärzte keine, oder nur
wenige Rücksicht auf die Reinlichkeit nehmen. Sie
gehen mit ihre» beschmuzten Händen und Gerüchen
—denn sie sehen oft selbst wie dasPesigift aus —von
einem Thiere zum andern, von Kranken mit ihren
Vorbauungsmitkeln zu den Gesunden, reiben, oder
wischen vielmehr ihre Hände und Kleidungsstücke an
den gesunden ab, geben den gesunden mit den bey
den kranken gebrauchten Gerüchen, Hilfsmittel ein,
erwärmen, indem sie sich mit den Thieren abgeben,
ihre befleckten Kleider, lösen also die Materie auf
lind bringen sie den Thieren bey, gleichsam wie durch
Die Einimpfung, weswegen ich sie die künstliche
Ansteckung heiße.

§. 27.
Lange Zeit hat man daher die Luft beschuldi
get, als ob sie das Ansteckungsgift bey und mit sich
führe, ja selbst enthielte, weil man nicht auf anders
Weise die oft schnelle Verbreitung der Pest einsehen
konnte. Aber man har — wie wir im Z7ten §. se
hen werden — die Luft mir Unrecht beschuldiget, und
die neuen Versuche und Beobachtungen die nran

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