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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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G 0 -5
§, 30,
Außer den verdorbenen schlechten Säften des
Körpers, befördert die Entwickelung des Pestgiftes,
gl!e nur mögliche Unordnung in dem Verhalten der
Thiere, alle Anlage zu Krankheiten, welche nach
den Jahreszeiten gewöhnlich sind, aller schnelle
Wechsel der Witterung; andere leichte gegenwärti«
ge Krankheiten, die sonst nichts zu bedeuten hät
ten; Würmer, Msbrauchderzu guten Nahrung;
alles schlechte Futter und Gelrank; schnelle Erkäl
tung auf Erhizzung; Anstrengung, Jagen und Trei
ben; heiße Tage, ungewöhnliche Ausleerungen, als
z. B. das Vorbauungsaderlqssen, Laxiren und
Purgiren, ir. s. w. 8.)
L.) Bey den GelegenhektSursachen finde
ich noch zuzusetzen für nöthig; Wenn die Thiere bey
paffer kalter Witterung, wie sie z, B. dieses igoiste
Jahr gewesen, bey starken Nebeln und Reifen halbver
hungert, oder wenigstens nüchtern, auf die ungesunden
Weiden getrieben werden; — wenn sie das so saftvolle,
junge, erst hervorsprossende Gras, welches heiße Son
nenblicke jo häufig Hervorsocken, oder mit Gewalt gleich
sam heraustreiben, begierig genießen, was sie wegen
der Weiche und des angenehmen Geschmacks sehr gern
thun; — wenn das Vieh die Nacht über bey solcher
elenden Witterung, ohne ein anderes Nebenfutter, im
Felde gelassen wird; — wenn die fremden Viehtreibev
bey ähnlicher Witterung, das Vieh unter freyem Him
mel beständig lassen, und ihnen keine andere Nahrung
nebenbey geben; — wenn den Thieren, auf weiten Rei
fen, keine Zeit zum Ausruhen und Wiederkauen
gegönnt wird. —
V f §. 31,

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