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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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feit des Giftes nachläßt, wenn es den höchsten
Punkt erreicht hat. C.)
C.) Wanderung der Rindviehpest. Der
Ursprung dieser Pest ist nicht aufzufinden; vermuthlich
aber ist sie so alt, als die Thiere selbst sind; weil eö auch
in dem grauen Alterthume eben so wenig an Gelegen,
heitöursachen, als wie jetzt gemangelt haben wird, ich
meyne nämlich: an schlechten ungesunden Jahrgängen,
Ueberschwemmungen u. d. g. m. — Sie soll nach einer
Berechnung, woran'gar nicht zu zweifeln ist, vom Jahr
i7 u bis jetzt, fünf und zwanzig Millionen Stück
Rindvieh weggerafft haben. —
Erkenntniß oder Verkenntniß der Rind>
viehpest.
§. 4t.
Es ist eine ganz falsche Meynung, wenn man
sagt und glaubt: die Rindviehpest todte so schnell und
augenblicklich, noch ehe man die Krankheit selbst be
merkte. Nie wird dieses geschehen, und es werden
allemal Tage vergehen, ehe der Tod erfolgt, ^ie
meisten Landleute aber verheimlichen die Krank
heit ihrer Thiere, und bemänteln dann damit das
Hinfallen, daß das Thier gar nicht krank gewesen
sey. Sie täuschen sich selbst Damit, daß sie Die
Krankheit nicht als so gefährlich ansehen, und des
wegen übereilt sie der Tod, ihrer Einbildung nach,
schnell.
§. 44.
Den wirklichen Eintritt oder Anfang der
Krankheit kann zwar der geübteste Thierarzt nicht
C - «ng*

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