Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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Glückes weiser Landesherrlicher Vervrd«
nungeu in diesem Betrachte, und ich würde gewiß
keinen Fehler begehen, wenn ich mich auf die besten
hierinnen bezöge und also den Theil Oer Vorkehrung
der Rindviehpest mit Stillschweigen übergienge: al
lein der Absicht geinäß und der Vollständigkeit we
gen sey es mir erlaubt, einiges darüber anführen zu
dürfen und in gedrängter Kürze folgendes zu bemer
ken»
§. 7t»
Da die nächste Gefahr der Ansteckung al
lemal die zunächstgelegenen Häuser und
Oerter zu erfahren haben, so iß-es auch durch
aus nothwendig, daß die angesteckten Häuser
und Oerter sogleich ausDa6 strengste gesperrt
und mit unbestechlichen Wächtern besitzt
werden, auch daß das Rindvieh darin nen getvd«
kst wird, wie Lancisius schon den Vorschlag ge
than, und in mehreren Ländern nach ihm mit
Nutzen ist ausgeübt worden. Denn obgleich auch
in den nächst gelegenen Häusern und Oertem, die
Thiere das Pestgift schon ebenfalls, durch die näm»
lichen Gelegenheitsursachon oder durch die Ansteckung
empfangen haben könnten, ohne daß Man es be
merkt-; so kann dieses doch durch zweckmäßige Mit
tel, die hernach folgen werden, unthätig, un
wirksam, wenigstens zur ferneren Fort
pflanzung untauglich gemacht werden. Die
sem Vorschlage—obgleich das Geschrey der Men scheu
darüber äusserst groß, unüberlegt und unbedachtst; m
ist — entspricht doch die Erfahrung ganz: und der
erwünschte Erfolg hat bewiesen, daß viele Thiere
D 2 von

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