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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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regt werden, und die das Athemholen sehr erschwe
ren, hindert man, wenn man laues Seifen Was
ser, oder Heusaamenbrühe mit etwas wenigem
Salz verseht, einlaufen läßt, oder einspritzt: mehr
bewirkt eine Auflösung von Honig in mit Wasser
verdünntem Weinessige, indem es die Thiere reizt,
sich die Nasenlöcher dann selbst mit der Zunge, wie
Lm natürlichen Zustande, auszulecken.
§- 89'
Zeiget sich bey den Kranken Schauder und Zit
tern, so kann man, nachdem sie, wie vorher gesagt,
mit Strohwischen oder wollenen Lappen bis
zur Wärme abgerieben worden, sie mit etwas er
wärmten Decken belegen, aber nicht so damit
belasten, daß sie ersticken möchten, sondern nur
so viel, als gerach genug ist, sie in eine gelinde
Warme zu bringen und darinn zu erhalten. Um
dir Wirkungen der Abreibungen zu vermehren, jokann
man die wollenen Lappen oder Decken mit Wach«
holdcrbeeren dämpf n, einräuchern, oder mit etwas
Wachhoider? oder Vogeibeerenbranntwein anfeuch
ten. Hierdurch wird nicht Mein der ganze Körper,
sondern vorzüglich die äußere Mündung der
Haukgefäße gestärkt und die Ausdünstung unter
halten. Wobey man aber die Z u g l u ft des Stal
les vermeiden und nur die Oeffnungen von
einer Seite aushalten muß, um der neuen frischen
Luft nicht den Eingang ganz zu versperren. — Soll*
te hierdurch die Wärme des Thieres nicht zu bewir
ken möa.rch seyn, so nebe man ihnen nach Erforder
niß der Umstände lauwarme Aufgüsse aufHollunder-
oder Kamillen.' oder Lindenblüten, oder von Wach-»
holderbeeren, oder von Angelik, oder Klettenwur-
N. S. der Sei. -r Th. E |ctr» r

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