Titel:
Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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§• 9Z.
Sollte sich bey einigen Thieren — was zwar
selten der Fall ist.—ein voller Puls zeigen, der ei«
ne Verminderung des Blutes durch eine Aderöff
nung nöthig zu machen schien, so muß man solche
dennoch nur in sehr wenigen Fällen oder lieber
gar nicht unternehmen, weil blos eine Vollblütig
keit gegenwärtig zu seyn scheint, und der volle
Pulsschlag mehr durch das Bestreben der Natur,
sich des fremden Stoffes zu entledigen, als
vom Ueberfluße des Blutes herkommt. Durch
die Aderöffnung wird eine Schwäche veranlaßt,
die so leicht nicht wieder zu verbessern ist.
§. 94»
Die allerersten, beßten und sichersten
Mittel, die den Zweck der Heilung ferner erfüllen,
sind der Wein, die Chinarinde, der Kam-
p h er, und der Mo h n sa ft.
§. 95-
Den Wein, welcher noch am ersten heröeyza«
schaffen ist und seit Laro's Zeiten her immer vor
zügliche Wirkung geleistet hat, wünschte ich allemal
anempfehlen zu können. Man darf ihn aber Nut
Giäserweise reichen, und man maß dabey seine
Wirkungen beobachten. Um seine stärkende Kraft
zu erhöhen, macht man davon einen Aufguß auf
C h i n a - bderBr u ch w ei d e n - oder jungeF i ch t e n-
oder Eichenrinde, und rechnet auf eine Dresd
ner Kanne 2 Loth des genannten Pulvers. Der
silnge, schwache, saure Wein taugt nichts.
§. y 6.
Statt des Weins kann man sich eines keinen
Korn-oder Nunkelrübenbranntweins, oder eines
gm

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