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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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den kann, die Stallfükkerung einzuführen,
jedoch so, daß das Vieh täglich Vor-und Nach
mittags dabey eine, auch wohl zwey Stun-
den im Sommer und im Winter, auf einem frey
en Platze im Hofe bey reinem Wasser zu feinem
Trünke herum gehen'könne. Diese Art der Ver
pflegung wird viele Krankheiten des Rind
viehes, besonders Ansteckung von ihm ab
halten.
Wenn aber in der Nahe schon die Viehpest
Verwüstungen anrichtet; so ist es ganz und unum-
gänglich nothwendig, das Vieh nicht mehr auf die
Weide treiben zu lassen, sondern es im Stalle zu
füttern, wobey es doch eher vor etwa ankommen
der Ansteckung kann gesichert werden, als wenn es
auf dem Felde, und frey herum gehet. Bey der
ArtderFütterunq zu Hause ist es nützlich, ihm recht
oft alsdenn Salz zum Futter zu geben, und ja
nicht zu versäumen, es täglich, und mehrere Male in
die freye Lust gehen, und darinnen bewegen zu
laßen. Es ist sonst die Erfahrung sicher, daß Vieh,
welches beständig, vorzüglich als Mastvieh, lang im
Stalle bloß gehalren wird, am leichtesten, von et
wa dazukommender Seuche leider, und da-
von aufgerieben wirb, da seine Safte von langem
Stöben, in eingeschlossener Luft, in schlechten Stal
len, bey der überflüssigen Fütterung mit Branntwein-
spülicht, vielleicht eine große Neigung zu Gahrung,
Und uir Fa -Iniß für sich schon bekommen hak.
Die Sorgfalt der Polizey aber wird darü
ber am meisten zu wachen haben, daß so viel, wie
immer möglich, die Ansteckung der Vichpest ab-
gebalren werde: dies aber wird am besten dadurch
ft, G, der So,, rr B$, F schal?

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