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Preisschriften über die Rindviehpest und ihre Cur
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gekung dieser von der Bruchweide (Salix fragilis) mit
io bis 12 Quart Wasser eine halbe-Stunde gut
kochk, und von dieser kalten Abkochung täglich Früh
und Abends jedem Stück ein halb Quart eingicßet,
wozu man jedes Mal einen Eßlöffel voll guten Wein
essig menget. ^ Man kann auch an Stakt des Es
sigs Vitriol öl (Oleum vitrioli) unter diesenTrank
nehmen, jedoch nur höchstens so viel, daß der Wei--
denrindenrrank nur etwas säuerlich wird, wozu auf
ein halbes Quart5bis6Tropfen zulänglich wa
ren. Um nicht mit meinem Vorschlage zu kostbar
zu werden, enthalte ich mich Chinakrank vorzuschla
gen, der sonst hier noch vorzüglicher als der von
Weidenrinde seyn möchte; wollte man aber derglei
chen anwenden, so müßte man wohl f bis i ganzes
Pfund Chinapulver (kulv. Cort. Chinae) auf die ge
meldete Menge Wasser nehmen, und den Trank
alsdmn von jenerNinde eingeben. Es könnte sonst
auch zu dem vorgeschlagenen Gersten- und andern
Tranke, wenn der Weinessig nicht gut zu haben wä
re, das Vitriolöl, nach der Art wie ist angegeben
worden, zugeschüttet werden.
Wenn aber, besonders bey der in der Nähe
herrschenden Viehseuche der Durchfall mit
Abgang von übel riechendem Miste stark seyn
sollte, was von vieler faulischen Beschaffenheit
zeigte, oder wenn sonst bey dem Anfange der
Krankheit das Vieh die Kräfte bald stark verliert;
so ist sehr zu rathen, erst mit dem Salztranke ab
zuführen, und bald darauf, nach den,Vorschlage
von Camper und weiß, *) von dem Pulver Ge.
brauch
V lieber das Anstecken in der Viehseuche, Creifswaloe,
1783, S. 94.

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