Titel:
Pflichten gegen die Thiere
Personen:
Zagler, J. J. Wikipedia
PURL:
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worden war. - Daher sollen auch Schweine, namentlich große,
nicht gebunden transportirt werden, weil besonders bei die
sen Thieren durch das Binden das Blut in Hemmung und
Stockung gerärh, schwarz wird, und sich dann meistens in
giftige Substanzen zersetzt; auch er>.ickt bei warmer Witte
rung manchem fest geknebelte Schwein, was ohne Zweifel
durch das Aufhören der Zirkulation dcö Blutes herbeigeführt
wird. Fleisch und Blur von großen, gebunden kranspotir-
ten Schweinen sind als Nahrung für dìe Gesundheit des
Menschen höchst gefährlich, und nicht selten führte der Ge
nuß derselben Krankheiten, ja sogar Vergiftungen herbei. Es
soll also das Binden der Schweine auf dem Transporte nicht
nur allein unterlassen werden, weil dieß, wie für alle Thiere,
eine grausame Quälerei ist, sondern auch deßhalb, weil
dadurch für die Gesundheit des Menschen gefährliche Folgen
veranlaßt werden können.
Wenn man darüber nachdenkt, wie unmenschlich manche
Thiere vor ihrem Tode gequält, gehetzt, gepeitscht, geknebelt
werden, so wird es sehr bald einleuchten, daß durch solches
Martern das Blut der Thiere in einen erhitzten Zustand
gerathen, und sich in demselben eine schädliche, oft sogar
giftige S bstanz bilden kann, die dem Menschen, wenn er
davon genießt, zum großen Verderben gereicht. Man kann
schon, wenn man von sehr gere-zrem und erzürntem Feder
vieh, z. B. von Hähnen, Entrichtn Gänserichen rc. gehackt
oder gebissen wird, die Wasserscheu bekommen. Medizinische
Bestätigungen haben dieß schon sattsam bewiesen.
Auch über diesen Punkt könnte noch unendlich viel Wah
res und Wichtiges gesagt werden, wenn cs der Raum dieses
Buches gegarten würde.

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