Titel:
Pflichten gegen die Thiere
Personen:
Zagler, J. J. Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN766145921/57/
Zum Schluffe
müssen wir noch versichern, daß wir uns vor Ucbertrek-
bungen sorgfältig gehütet haben, da der Verein nur gegen
unnöthige und nutzlose Mißhandlungen, keineswegs gegen
alle, die Thiere betreffenden, Uebel gerichtet ist. Es ist schwer,
überall genau die richtige Grenze zu treffen, und Manche,
die uns der Uebertreibung oder einer zu weit gehenden Sen
timentalität beschuldigten, haben hiemit vielleicht nur ihrem für
Mitleid ganz unempfänglichen Kerzen eine Lobrede halten
wollen, oder vielleicht hätten sie selbst an unserer Stelle dle
richtige Grenze weniger eingehalten als wir. Wir können
wenigstens der Wahrheit gemäß versichern, daß uns die Ab
lehnung von weiter gehenden Anträgen, als der Plan unseres
Vereins zu gehen gestattete, viele Arbeit veranlaßt hat. Die
uns bekannt gewordenen Vorwürfe der Uebertreibung reduziren
sich übrigens auf sehr Weniges, ja es war fast nur unser
Kampf gegen die Mißhandlung des Schlachtviehes, der uns
jenen Vorwurf von einigen Seiten zuzog. Wie wir vernah
men, hat man unsere Aufsätze über diesen Punkt in öffentli
chen Blättern zu zahlreich und unsern Antrag auf Vollzug
des allerhöchsten Verbots des Kncbelns übereilt gefunden.
Wenn das Letztere eine Uebertreibung,, wenn es nicht in der
Ordnung Ist, den Vollzug,einer allerhöchsten Vorschrift, die
noch überdieß vom grasten Theil der Betheiligten
schon wirklich befolgt wurde, zu beantragen, dann haben
wir freilich gefehlt; möge das Publikum hierüber urtheile»! —
Wir erinnern nur noch daran, daß nach unsern von Seiner
Majestät genehmigten Statuten die Verhinderung der den
Polizei-Vorschriften widerstreitenden Thierquälercien und das
Anrufen polizeilichen Einschreitens ausdrücklich zur Pflicht ge
macht ist, und was die Zahl unserer Aufsätze in öffentlichen
Blättern betrifft, so waren es im Verlaufe von zwei Jahren
kaum über 20. Möge das Publikum auch beurtheilen, ob die
ses zu viel und wie es außerdem möglich gewesen wäre, ei
nen so tief eingewurzelten Mißbrauch zu bekämpfen. Dieser
Mißbrauch hatte noch überdieß eine Menge von ausgestreuten
falschen Gerüchten zu Verfechtern.
So ist es aber noch immer, so weit die Geschichte zurück
reicht, gewesen, wo cs sich darum handelte, einen seit Jahr
hunderten bestehenden Mißbrauch anzugreifen. Immer haben
Gewohnheit und Mißbrauch ihre Vertheidiger gefunden und
dieseVertheidiger waren dieses immer entweder aus Vor-

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