Titel:
Einiges über edle Pferde
Personen:
Biel, Gottlieb Wilhelm Ludwig Friedrich Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN766717380/284/
bluthengste! Wahrlich hiernach konnte man sich nicht
wundern, wenn die Worte Wollstein’s, die Herr Justinus
anführt: „die Dummheit, mit den Gestütsbüchern in der
„Hand, klagt Gott, die Natur, das Klima und die Ge
benden an, dass sie keine guten und keine Englischen
„Pferde erziehen kann,“ auf eine also geleitete Gestüts
zucht anwendbar wären, von der man mit Recht sa
gen könnte: Folgt meinen Worten, aber nicht meinen
Werken.
Durch den Hang zu Hypothesen, auf deren leich
tes Entstehen bei Landesherrlichen Gestüten wir auf
merksam gemacht haben, kann man sich allein die so
schädliche Verwendung Orientalischer Hengste erklären,
und eben so, dass man zur Erzielung des s. g. Wagen
schlages keine Vollbluthengste verwendet. Die That
sache, dass ein Englischer Vollbluthengst, gepaart mit
einer nicht ganz edeln Stute, ein grösseres und stärke
res Product als die Mutter giebt, ist noch nicht in eine
Theorie gezwängt, und desshalb wird dieses so wichtige
Factum von den Gelehrten übersehen oder gänzlich ig-
norirt. Diese durch Englisches Vollblut bei gehöriger
Auswahl bewirkte Vergrößerung, so wie, dass die Stut-
füllen von Vollbluthengsten mit den veredeltesten Stu
ten, in der Regel grösser und stärker als von eben so
starken Vollblutstuten ausfallen, ist merkwürdig, und
wenn wir uns auch nicht die Gründe davon erklären
können, so wird doch jeder practische Pferdezüchter,
seinem Interesse gemäss, diesen Erfahrungen folgen.
Wir haben keine Landesherrlichen Gestüte gefun
den, wo man zur Erzielung des Wagenschlages Voll-

ihn. So lange noch die Englische Vollhlutrace vorhanden
ist, kann man sich durch sie das kostbarste Mut der Ara
ber, man möchte sagen die Quintessenz desselben, mit Ge
wissheit verschalte», und kein Pferdezüchter hat es nö
thig, desshalb ein Wagestück zu unternehmen, das ihm sein
Vermögen kosten kann.

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