Titel:
Über Pferdezucht, Reitkunst, Wettrennen und Rennpferde
Personen:
Bally, Alexander Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN767199707/112/
Die Herren Kapitalisten, von den Ziusenzahlungcn
ihrer Schuldner abhängig, kommen oft in den Fall, mehr
beunruhigt, als diese zu schlafen, und erhalten durch die
Anlegung eines nach ihren Mitteln verhältnissmässig kleinen
Betrages für die Pferdezucht eine uneingeschränkte Macht
und ganz willkührliche Disposition über diesen ihren De-
beuleii; es ist die geachtetste Weise, ihr Darlehen zu
verdoppeln, und sie können täglich die Zinsen des Kapitals
ihrer Zuchtstuten abreiten und abfahren.
Zur Beförderung ihrer Gesundheit und zur Zerstreuung
pflegen die Herren Professoren Reit- und Wagenpferde
oder eine Art von beiden sich anzuschaffen.
Der tägliche Besuch der Zuchtsute, ihr Gebrauch und
die Unterhaltung mit dem Fohlen bieten vermehrte Bewe
gung und Unterhaltung dar.
Die Herren Buchhändler, Kaufleute, Juristen, Regier
ungs-, Bau-, Berg-, Hütten- und Fabriken-Beamten,
Juweliere, Gold- und Silberarbeiter, vornehme Künstler
und Handwerker besitzen Pferde zu dem rascheren Betriebe
ihrer Geschäfte und zu ihrem Vergnügen.
Bei diesen wie bei allen übrigen Ständen finden die
jenigen Bedingungen Anwendung, welche insbesondere die
Ertragsfähigkeit der Pferdezucht begründen :
1) Ersparniss der Anschaffung der Zuchtstuten und
deren alleinigen Unterhalt zur Zucht.
2) Ersparniss besonderer Aufsichtskosten, und
3) Ersparniss des besondern Dienstpersonals und Ge
bäuderaums für die Zucht allein.
Die Voraussetzung, dass die Zuchtstuten zum Gebrauch
dienen, dass die Hengste vom reinsten Blute, bei den
grösseren und grossen Grundbesitzern gegen Deckgeld,
oder bei den Landgcstütcii gebraucht werden können,

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