Titel:
Praktische Grundsätze die Pferdezucht betreffend
Personen:
Csekonics, Joszef Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN776184598/22/
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t»it weniger Mühe da nicht nur früher ihr Fortkommen
finden, sondern auch leichter veredelt werden können,
und daher der Erwartung besser entsprechen, als jene,
die aus fruchtbaren in magere Gegenden übersiedelt wor
den sind.
Zwar wurde unlängst behauptet, daß Nahrung und
Klima bey der Pferdezucht auf das Thier keinen Einfluß
haben. Diese Idee in ihrem ganzen Umfange zuwi-
derlegen, wäre zu weitläufig; weshalb ich an dessen statt
nur folgende Fragen gufwerfen will: l. Warum Va
terpferde in warmen Ländern, bey mehr gedeihlicher
Nahrung, leichter bezähmet, und verwendet werden kön
nen, als in einem gemäßigteren Klima? 2. Warum die
im Norden erzeugten Pferde, wenn sie in südliche Ge
genden versetzet werden, den ersten Sommer mehr trau
ern und schlafen, als wachen und munter sind? — 3.
Warum ein im Freien erzogenes Gestütspferd , wenn eS
»m Stall aufgestellt wird, traurig ist, magerer wird,
und sich erst nach einiger Zeit erholet? — Ferner wa
rum derley Pferde, wenn sie entlaufen können, den
Rückweg in ihre Heimath, auf 100 und mehrere Meilen,
selbst in ihr Gestüt, wo sie geboren waren, wieder fin
den ? — Ich selbst habe es aus dem Munde des alten
»veiland Generals B. Orczy, daß Pferde, welche aus
seinem Gestüt zu Iljszäsz an der Theiß gekaufet, drey
und mthrere Jahre entfernt waren, aus der Koliner
Bataille gesattelt (nachdem vermuthlich ihre Krieger ge
blieben sind) in ihre Heimath zurückgekommen sind? —
Warum das siebenbürger Pferd in die Ebene Hun-
garnS versetzt, Monate lang das Wasser nicht trinken
will, und einige Zeit braucht, bis es sich vom Durch-

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