Titel:
Das Ganze der Schafzucht in Hinsicht auf unser deutsches Klima, und der angrenzenden Länder, insbesondere von der Pflege, Wartung und den Eigenschaften der Merinos und ihrer Wolle
Personen:
Petri, Bernhard Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN779987683/457/
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teil, welcher das Kommando über das Vieh ei
gentlich auch bey Liesen Geschäften zu führen hat.
Vier und vierzigstes Capitel.
Von der Fabrikiväsche und gänzlichen Entfettung der Wolle:
H. 588.
Die Fabrikwäsche ist sehr einfach; und nichts ist
leichter^ als sortirte Wolle zu waschen, wenn man
nur die erforderlichen Kenntnisse davon hat.
Die Manipulation ist folgende: man bereitet sich
ein Waschwasser aus i/3 Urin und 2/J Theile Wasser;
(andere verwenden i/4 Urin und 3/4. Theile Wasser,
welches auch hinlänglich ist) man erwärmt letzteres,
gießt cs in ein Gefäß, mischt es mit dem Urin und be-'
obachtet wohl, daß die Temperatur nicht wärmer ist,
als 40 — 5o Grad, oder daß man die Hand darin
erhalten kann, und daß es nur 3/4 Theile des GefäßeS
anfüllt. Man legt nun die Wolle hinein , bis das Ge
fäß beynahe damit angefüllt ist, die Wolle bleibt so
3/4 Stunden in dem Gefäß, dann nimmt man sie
heraus, thut sie in einem gestochtenen Korb, und läßt
die Brühe daraus wieder in das Gefäß laufen, da man
selbige wieder zum Waschen brauchen kann.
Scfort gehet man mit Körben zum fließenden Was
ser; setzt den Korb darein, und bewegt die Wolle so
lange in kleinen Quantitäten mit einer Art Rechen, bis
sie solches nicht mehr trübt, wo man sie dann abtrock
nen läßt. Hat man kein fließendes Wasser in der Nähe-
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