Titel:
System der Reitkunst
Personen:
Seeger, Louis Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN781062306/446/
rüst bis zürn Kopfe mag er sich in der Mitte massig
erheben, aber durchaus keinen hohen Kamm oder „Speck
hals“ bilden. Selbst der sogenannte „Hirschhals“ wäre
diesem an seinem oberen Theile zu schwer beladenen
Halse vorzuziehen.
Die Luftröhre muss geräumig und frei mit dem
Halse verbunden sein, damit die Luft zu und aus den
Lungen einen ungehinderten Durchgang habe.
Weniger wesentlich für die Solidität des ganzen
Verhältnisses im Bau des Pferdes, als vielmehr der Ele
ganz wegen, sollten die Ohren klein und spitz, die Augen
glänzend und gross und die Stirn breit und llach sein.
Wenn sich hiermit von dem untern Theil der Stirn
herab gegen die Nasenlöcher eine gleichsam wellenför
mige Bildung der Gesichtslinie verbindet, so erhält der
Kopf dadurch eine schöne Form. Von diesem Punkt
abwärts muss die Nase selbst erhaben, und die Nasen
löcher müssen weit erscheinen, so dass, wenn bei schnel
ler Bewegung des Pferdes die Respiration verstärkt ist,
die sie umgebenden rothen Schleimhäute während des
starken Schnaufens leicht sichtbar werden.
Durch die verschiedenen Bewegungen der Ohren und
der Nasenlöcher verräth sich der momentane Wille, und so
die Gemüthsart des Pferdes, welche letztere daran zu
studiren nicht so sehr für den Reiter, als für Pferdewärter,
und besonders für Pferdemaler und für Bildner von In
teresse sein muss.

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