ja noch genauer wissen die Araber die Herkunft ihrer
Pferde aus den beyden ersten Klassen, weil sie nicht
nur eigene Geschlechts- und Abstammungsregister hal
ten , sondern bey der Begattung selbst sogar die Ob
rigkeit mit Zeugen zugegen seyn muß, welche gericht»
lich in das Register eintragt, daß eine Stutte von
edlem Stamme von einem Hengst aus eben dem Ge
schlechte besprungen worden sey. Die Araber können
also die Genealogie ihrer Pferde genauer als ihre ei
gene angeben, weil nicht nur bey der Zeugung, son
dern auch bey der Geburt, oder wenn eine Stutte
fohlet, der Sekrerair des Emirs, den Tag, die
Ahnen, den Namen und die Farbe des Füllens aus
zeichnet, und ein solennes Dokument darüber ausfer
tiget, welches durch Zeugen bestattiget und besiegelt
wird. So oft nun ein so altadelickes oder edclcr«
zeuqtes Pferd verkauft wird, so wird auch zugleich
dem Käufer, gegen theure Bezahlung, das Adels-
Dokument oder Abstammungs-Register desselben }U'
gleich mit eingehändiget. Doch sind die Stuttcn
von edlem Geschlechte bey den Arabern in so hohem
Werthe, daß sie solche niemals verkauffen, sondern
blos als Heyrathgut oder Erbschaft ihren Söhnen
mitgeben, im unglücklichsten Fall aber, oder wenn
sie solche nicht wohl verpflegen können, unter der Be«
dingung, daß sie an ihren Füllen Antheil haben, aus
gewiße Zeit an andere überlassen. Selbst die ärmsten
Araber

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