Titel:
Unterricht über die Pferde-Hufbeschlag-Kunst und die Behandlung der kranken und fehlerhaften Hüfe
Personen:
Hoerdt, Siegmund Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN80251992X/60/
Nutzung nicht im Verhältniß mit den übrigen Huf
theilen steht.
Ein unvorsichtiges Beschneiden des Strahls bei
einem einzigen Beschlag kann daher mehr schaden,
als in einem Zeitraum von drei Monaten wieder
erzeugt werden kann. Unter den neueren Naturkun-
digern und Schriftstellern, die alle den Strahl als
einen wichtigen Theil des Hufes ansehen, war La
Fosse der erste, welcher ernstlich auf den Nachtheil
aufmerksam machte, welcher aus dem zu starken Be
schneiden des Strahls hervorgeht, weil er ihn zur
Beschützung der Beugesehne für höchst nothwendig an
sah. Fremann betrachtet ihn aus einem ähnlichen
Gesichtspunkt, und nimmt auch noch darauf Rück
sicht, daß er in Verbindung mit dem Strahlbein
die Dehnbarkeit der Beugesehne unterstützt.
Der Horn-Strahl ist eben auch wie die Horn
sohle im natürlichen Zustande in beständiger Berüh
rung mit dem Boden, und wird daher wie diese
auch Verletzungen und Krankheiten unterworfen, be
sonders weil er viel weicher und schwammartiger ist,
als die Sohle und die übrigen Huftheile. Er ist
besonders dem Eintritt von scharfen harten Körpern,
wie z. B. scharfen Steinen, Glas, Knochen, Holz,
Nageln u. s. w. ausgesetzt. Das zu starke Beschnei
den bei dem Beschlagen macht ihn krank und schmerz
haft und trennt ihn oft von dem Fleischstrahl. Zu
hohe und zusammengezogene Wände machen den
Strahl schwinden und faul, so wie Entzündungen
durch Verbellungen den Strahl häufig krank machen.

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