Titel:
Physik und medizinische Physik für Veterinärmediziner
Personen:
Giese, Werner Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN611177188/25/
2 Physikalische Kenngrößen der linearen Bewe
gung von Körpern

2.1 Masse
Körper haben eine Masse. Auf den ersten
Blick könnte man unter einer Masse die Zu
sammenfassung von Elementarteilchen, wie
Nukleonen (Protonen und Neutronen) und
Elektronen verstehen. Elementarteilchen be
sitzen jedoch selbst eine Masse, so daß auch
für diese kleinen Massen eine Definition be
nötigt wird.
Masse ist besser definiert als eine Eigenschaft
der Materie denn durch Materie selbst. Diese
Eigenschaft der Masse ist ihre Reaktion auf
eine Kraft, die sich in einer Beschleunigung
bzw. Trägheit äußert (siehe 2. und 3. Newton-
sches Axiom).
Nukleonen bestehen aus Quarks. Selbst diese
kleinsten subnuklearen Teilchen besitzen eine
Masse, für die die obige Definition gilt.
Quarks und Elektronen sind aus Materie auf
gebaut. Die physikalische Natur der Materie
ist jedoch nicht weiter beschreibbar. So liefern
Quarks und Elektronen lediglich ein Bild über
die Struktur der Materie, erklären aber die
Materie nicht selbst. Materie ist sicherlich
eine Form von Energie. Damit wird aber eine
Zustandsbeschreibung nur durch eine andere
ersetzt, ohne eine a priori-Erldärung anzubie
ten.
Die aus Elementarteilchen zusammengesetz
ten Atome und Moleküle sind die Bausteine
makroskopisch erkennbarer Massen.
An makroskopischen Massen sind Eigen
schaften wie Schwere und Trägheit leicht
feststellbar. Die Eigenschaft der Schwere folgt
aus der Massenanziehung oder Gravitation
(lat. gravitas = Schwere).

Die zwischen Massen wirkende Kraft heißt
Gravitationskraft. Sie wird durch das Gravi
tationsgesetz quantitativ beschrieben:
m 1 m 2
F = r—t—
r l,2
mi = Masse 1
ni2 = Masse 2
r i 2 = Abstand zwischen den Schwer
punkten von mi und m2
y = 6,670 - 10 11 m 3 - kg 1 • s' 2
(Gravitationskonstante)
Besonders deutlich wird die Gravitationskraft
zwischen irdischen Körpern einerseits und der
Erde andererseits (Erdanziehung). Über diese
Wechselwirkung ist die Masse durch Ver
gleich mit dem Urkilogramm in Einheiten
von Kilogramm quantifizierbar. Man lege in
die eine Waagschale einer Balkenwaage das
Kilogramm und setze in die andere ein kleines
Tier. Sind beide Waagschalen im Gleichge
wicht, ist die Anziehungskraft zwischen Erde
und Urkilogramm gleich der zwischen Erde
und Tier. Das Tier hat dann die gleiche Masse
wie das Urkilogramm.
Lebende Körper können bekanntlich ihre
Massen verändern. Die Bestimmung dieser
Massen erfolgt dann mit veränderten, d.h. ver
feinerten Gegenmassen (verschiedenen Teil
massen).
Die Eigenschaft der Trägheit folgt aus dem
Beharrungsvermögen von Körpern gegenüber
einer äußerlich angreifenden Kraft. Ihre tiefe-

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