Titel:
Geschichte der K[öniglich] B[ayerischen] Zentral-Tierarzneischule München, 1790 bis 1890
Personen:
Hahn, Carl Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN613128303/215/
Durch das Allerhöchste Reorganisationsedikt vom 29. Mai 1852
wurde die Vorstandschaft und Verwaltung der Schule einem Direktor
und demselben damit die Leitung des Kassen- und Rechnungswesens
mit Verpflichtung der Kautionsleistung von 500 fl. übertragen, diesem
aber der K. Stabsoffiziant Aug. Appel zur Führung der Geschäfte des
Rechnungsführers und Aktuars gegen eine jährliche Entschädigung bei
gegeben.
Nachdem letzterer unterm 1. August 1855 diese Funktion frei
willig aufgab, wurde dieselbe dem Rechnungsrevisor am Obersten Rech
nungshöfe I. M. Hirsch mit dem gleichen Bezüge und nach dessen
freiwilligen Abgang am 1. August 1858 dem Rechnungsgehilfen bei
dieser Behörde Balduin von Eggelkraut übertragen.
Nach der Kassa-Instruktion vom Januar 1852 lag dem Direktor
der Schule die Oberaufsicht und obere Leitung der Kassa- und Rech
nungsgeschäfte und die primäre Haftung für die gesamte Verwaltung
und für alle Vermögensteile der Anstalt ob; derselbe hatte alle Zahl
ungen innerhalb der Grenzen des sanktionierten Ausgabsetats anzuweisen
und für Einhaltung des Etats in selbstverantwortlicher Weise zu sorgen,
die vom Kassaführer angefertigten Kassabuchsauszüge zu prüfen, Jahres
schlussrechnungen zur Anerkennung zu unterzeichnen und konnte jeder
zeit Kassasturz vornehmen.
Der Rechnungsführer wurde verpflichtet, alle eingehenden
Gelder etc. zu empfangen, sie in die unter seinem alleinigen Ver
schlüsse stehende Kasse za verbringen, für die Richtigkeit der Kasse
zu haften, allein und ausschließend die Kassabuchführung und Rechnungs-
Stellung zu besorgen, alle-Ausgabsmandate durch den Direktor der An
stalt zu erhalten und am Schlüsse eines jeden Monats Kassa-Haupt
buchsauszug zu fertigen; dann die Amtsinventare herzustellen und
evident zu halten, ferner hatte derselbe die bei der Anstalt vorkom
menden Kanzleigeschäfte und die Führung der Registratur zu besorgen.
Gleich dem Direktor hatte der Kassier eine Amtsbürgschaft
von 500 fl. zu hinterlegen.
Im Allgemeinen wurde die Instruktion über die Zahlungsbefug
nisse der K. bayer. Kassen und Ämter vom 2. März 1814 als mass
gebend erklärt.
Nachdem Egg elkraut wegen Amtsuntreue des Dienstes ent
lassen werden musste, trat an dessen Stelle vom 15. Januar 1864 an
der K. Ministerial-Rechnungskommissär . Gottl. Holler. Die erwähnte

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