Titel:
Geschichte der K[öniglich] B[ayerischen] Zentral-Tierarzneischule München, 1790 bis 1890
Personen:
Hahn, Carl Wikipedia
PURL:
http://viewer.tiho-hannover.de/viewer/image/PPN613128303/71/
in Zukunft nur absolvierte Gewerbeschulen in die Veterinärschule ein,
so wird sich das Unterrichtsmaterial dieser Anstalt in der Folge ganz
anders und zu Gunsten der praktischen Seite des veterinärärztlichen
Wissens abgliedern.“
Auf Grund dieser höchsten Entschliessung wurden nun vom
Oktober bis Dezember 1848 in 13 Lehrerratssitzungen unter Leitung
des Chefs Beratungen gepflogen, welche wegen eingetretener Differenzen
zwischen zwei der Professoren leider unterbrochen erst in drei weiteren
Konferenzen im April 1849 zu Ende geführt und der höchsten Stelle
zur Vorlage gebracht wurden. In dem Gutachten waren die Vorschläge
zu Aenderungen des organischen Ediktes mit inbegriffen, welche nach
der Majorität (Schwab, Plank mit Zuziehung des Schmiedlehrers
Schreiber) keine wesentlichen von den bisher geltenden Prinzipien ab
weichenden waren, weshalb Kreutzer nach seinen gegenteiligen An
schauungen ein Minoritäts- und Gegengutachten abgab.
Es erfolgte nunmehr am 10. April 1850 von allerhöchster Stelle
der Auftrag, unter Benützung der gewonnenen Ergebnisse und Ansichten
den Entwurf eines Programms vorzulegen, in welchem das Lehrgebäude,
die Statuten der Zöglinge, sowie die Hausordnung organisch abgeglie
dert und dergestalt verarbeitet sind, dass es ein getreues Bild der Schule
in ihrem Sein und Wirken nach innen und aussen übersichtlich gewährt.
Zugleich war in dieser Entschliessung, wohl in Rücksicht auf Aender-
ungs-Vorschläge Kreutzer’s, ausgesprochen, dass man auf der unver
änderten Beibehaltung der §§ 14 und 20 des organischen Ediktes (Leitung
des Veterinärwesens durch die Gerichtsärzte und Dauer des Fachstudiums)
bestehen müsse u. s. w.
Professor Dr. Schwab, welcher von dem Chef der Anstalt mit
der Abfassung solchen Programmes beauftragt war, suchte das Referat
hierüber vorzüglich deshalb abzulehnen, weil er vermeinte, dass nach
dem Inhalte eines Berichtes des Chefs vom 11. August 1848 hinsichtlich
der beabsichtigten Verbesserung des Veterinärwesens eine persönliche
Meinung des Instituts Vorstandes in Mitte und der allerhöchsten For
derung eines sogenannten Programms zu Grunde liege. Denn wenn in
jenem Berichte gesagt wurde, dass unter dem Lehrpersonale der Schule
in den persönlichen Beziehungen sowohl als auch besonders in den An
sichten über Zweck und Einrichtung und über die Art der Vollbringung
ihrer Aufgaben die unheilbarste Spaltung, welche in den Professoren
Schwab und Plank einerseits und in dem Professor Kreutzer anderer

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